SOZIALAMT: Betten fehlen – die Nothilfe ist am Anschlag

Im Kanton Luzern sind die Zahlen der Nothilfe-Bezüger stark angestiegen. Jetzt werden die Plätze knapp, Luzern will aber keine Zivilschutzanlagen belegen.

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Die 25 Plätze in den Baracken im Stadtluzerner Gebiet Ibach sind praktisch vollständig belegt. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Die 25 Plätze in den Baracken im Stadtluzerner Gebiet Ibach sind praktisch vollständig belegt. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

«Anfangs Jahr hatte ich noch rund 35 Dossiers auf dem Pult, heute sind es 60, das entspricht 78 Personen», sagt Peter Erdösi. Der Chef des städtischen Sozialamtes, das für die Nothilfe im Kanton Luzern zuständig ist, verdeutlicht damit folgende Tatsache: Seit Anfang Jahr ist die Zahl der Personen, die im Kanton Luzern Nothilfe beziehen, steil angestiegen. Nothilfe-Bezüger sind abgewiesene Asylbewerber, die nicht in ihr Heimatland zurückgewiesen werden können. Das städtische Sozialamt, das für die Unterbringung der Nothilfebezüger zuständig ist, weiss bald nicht mehr, wie es all die Schlafplätze auftreiben soll.

Die Nothilfebezüger in Zivilschutzanlagen unterzubringen, wie dies andere Kantone tun, will Luzern indes nicht. Peter Erdösi. erklärt: «Wir möchten die Leute in Luzern in menschenwürdigen Unterkünften unterbringen. Ausserdem bräuchten wir in Zivilschutzunterkünften Betreuungspersonal – das wäre teuer und aufwändig.»

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.