SOZIALHILFE: 20 Prozent weniger Sozialhilfefälle in Luzern

In grossen Deutschschweizer Städten wie Luzern ist die Anzahl Sozialhilfefälle im letzten Jahr gesunken. Die Aussichten sind laut der Städteinitiative Sozialpolitik jedoch düster.

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Die Städteinitiative Sozialpolitik hat an einer Medienkonferenz am Montag in Bern ihren zehnten Kennzahlenvergleich zur Sozialhilfe der acht Städte Zürich, Basel, Bern, Winterthur, St. Gallen, Luzern, Schaffhausen und Uster präsentiert.

Im Durchschnitt der acht Städte sank die Fallzahl um sieben Prozent. Am deutlichsten war der Rückgang in Luzern mit minus 20,4 Prozent. Insgesamt gab es im Jahr 2008 in Luzern 1238 Sozialhilfefälle. In sieben der acht Städte machten Kinder und Jugendliche die grösste Altersgruppe der von Sozialhilfe Abhängigen aus.

Düstere Aussichten
Die Aussichten sind laut der Städteinitiative Sozialpolitik aber düster. Bereits Ende 2008 stiegen die Anmeldungen wieder an. So ist laut dem Präsidenten der Städteinitiative Sozialpolitik, dem Luzerner Sozialdirektor Ruedi Meier, die positive Entwicklung des letzten Jahres bereits wieder überholt. Denn die Krise mache sich inzwischen bemerkbar. Er fordert die bessere Zusammenarbeit mit AHV und IV, um mehr Personen in den Arbeitsmarkt zurück zu führen.

ap/ost