SOZIALHILFE: Die Sozialarbeiter kommen auf Hausbesuch

Die Stadt Luzern führt neu Hausbesuche bei Sozialhilfe- empfängern durch. Das dient zur Kontrolle, aber nicht nur. Für die Bezüger kann das Vorteile bringen.

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Ruedi Meier, Sozialdirektor der Stadt Luzern. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Ruedi Meier, Sozialdirektor der Stadt Luzern. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Sozialhilfe: Für Politiker sind das in erster Linie Zahlen, Sozialhilfequoten, Diskussionen über Sozialhilfemissbrauch und nötige Kontrollen. Auch Stadtrat Ruedi Meier, Sozialdirektor der Stadt Luzern, sprach am Montag von erfreulicherweise sinkenden Fallzahlen und tieferen Kosten, aber nicht nur. Der stadträtliche Bericht zur Sozialhilfe an das Parlament zeigt auch auf, dass der Stadtrat Sozialmissbrauch bekämpft und wo nötig sanktioniert, zum Beispiel mit der Kürzung von Sozialhilfezahlungen.

Regionaler Sozialinspektor
Bei begründetem Verdacht auf Missbrauch hat die Stadt Luzern auch schon den Emmer Sozialinspektor «ausgeliehen», um Einzelfälle abzuklären. Zurzeit streben die Sozialvorsteher der Agglomeration und der Stadt Luzern die gemeinsame Anstellung eines regional tätigen Sozialinspektors an. «Das ist die richtige Lösung», sagt Peter Erdösi, Leiter des städtischen Sozialamtes.

Neu setzt die Stadt Luzern zudem auf – angemeldete – Hausbesuche bei Sozialhilfebezüger. In den letzten drei Monaten wurden als Pilotprojekt 25 Hausbesuche durchgeführt, je zu einem Drittel bei neu angemeldeten Bezügern, bei Familien mit Kindern und in Verdachtsfällen von Sozialmissbrauch. Diese Besuche werden jetzt ausgewertet und fliessen in ein künftiges Konzept für Hausbesuche ein. «Diese Besuche sollen eine Win-Win-Situation sein», sagt Stadtrat Ruedi Meier. Der Sozialarbeiter könne sich vor Ort ein Bild über die betroffene Person oder Familie machen.

Ruth Schneider

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.