SOZIALHILFE: Luzern will nicht aus SKOS austreten

Für die Luzerner Stadtregierung ist ein Austritt aus der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) keine Option. Ein Austritt würde an der gängigen Sozialhilfepraxis nichts ändern, schreibt der Stadtrat, doch würde die Stadt an Einfluss verlieren.

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Die SKOS erarbeitet Richtlinien für die Bemessung der Sozialhilfe. (Symbolbild Keystone)

Die SKOS erarbeitet Richtlinien für die Bemessung der Sozialhilfe. (Symbolbild Keystone)

Die Stadtregierung beantwortete am Dienstag eine Interpellation, welche die SVP-Fraktion im Grossen Stadtrat eingereicht hatte. Die SKOS war in den letzten Monaten in die Kritik geraten. Einige Gemeinden warfen ihr vor, sie vertrete nur noch die Interessen der Sozialhilfeempfänger, und traten aus dem Verein aus.

Der Luzerner Stadtrat schreibt in seiner Antwort, dass er sich der in der Öffentlichkeit geäusserten Kritik nicht anschliessen könne. Auch eine Revision der SKOS-Richtlinien sei nicht nötig. Diese seien ausgewogen, schreibt der Stadtrat.

Die SKOS publiziert ihre Richtlinien zur Sozialhilfe seit 50 Jahren. Mit dem Regelwerk könnten die Sozialbehörden differenziert auf die individuelle Situation von Sozialhilfebezügern reagieren, schreibt der Stadtrat. Es schaffe Rechtssicherheit und Gleichbehandlung. Die SKOS-Richtlinien seien zwar für den Kanton und seine Gemeinden wegleitend, doch seien Abweichungen möglich. (sda)