Sozialleistungen halbieren im Kanton Luzern die Armut

Dank Sozialhilfe, Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen kommt im Kanton Luzern die Hälfte des als arm eingestuften Bevölkerungsteils aus der Armut heraus.

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(sda) Die Armutsquote könne dank den Sozialtransfers von 7,5 Prozent auf 3,5 Prozent verringert werden, teilten Lustat Statistik Luzern und das kantonale Sozialdepartement am Montag mit.

Die Statistiker stellten fest, dass 2016 7,5 Prozent der Luzerner Bevölkerung von Armut betroffen waren. Dies entspreche rund 29'300 Personen. 2010 hätten 7,4 Prozent nicht aus eigener Kraft oder mit Leistungen der Sozialversicherungen ein genügend grosses Einkommen erzielt, um ihren Lebensbedarf decken zu können.

Die bedarfsabhängigen Sozialleistungen, die im Kanton Luzern ausbezahlt werden, konnten 2016 zumindest einen Teil der Armutsbetroffenen aus der Armut befreien. Durch die Sozialtransfers hätten 4 Prozent der Bevölkerung und damit mehr als die Hälfte der Armutsbetroffenen die Armutsschwelle überschreiten können.

3,5 Prozent blieben aber trotzdem unter der Armutsgrenze. Diese hätten ihren Anspruch auf Sozialleistungen nicht oder nur ungenügend geltend gemacht, hiess es weiter. Ferner handle es sich um Personen, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen hätten.

Am wirksamsten wird die Armut bei den Alleinerziehenden durch die bedarfsabhängigen Sozialleistungen bekämpft. Nach den Sozialtransfers sei die Armutsquote in diesem Teil der Bevölkerung drei Mal tiefer gewesen als zuvor. Als wichtigste Hilfe erwiesen habe sich die Sozialhilfe.