SP: «Arme finanzieren Reiche»

Die besten Steuerzahler wohnen im Bellerive. Den grössten Steuerertrag pro Wohnfläche generiert in der Stadt Luzern aber ein anderes Quartier.

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Dichter bewohte Quartiere werfen unter Umständen massiv mehr Steuererträge ab. Im Bild ein Mitarbeiter der Stadtgärtnerei bei sommerlichen Arbeiten in der Bruchstrasse. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Dichter bewohte Quartiere werfen unter Umständen massiv mehr Steuererträge ab. Im Bild ein Mitarbeiter der Stadtgärtnerei bei sommerlichen Arbeiten in der Bruchstrasse. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Mit durchschnittlich 13'545 Franken pro Steuerpflichtigen liegt das Quartier Bellerive/Schlössli erwartungsgemäss an der Spitze der Rangliste der Steuererträge pro Steuerpflichtige . Am Ende der insgesamt neunzehn Stadtquartiere liegt in dieser Rangliste das traditionelle Arbeiterquartier Basel-/Bernstrasse mit seinem hohen Ausländer-Anteil. Durchschnittlicher Steuerertrag hier: 2037 Franken.

In einer anderen Rangliste, jener des Steuerertrags pro Hektar Wohnzone, liegt das Bellerive aber mit 263'122 Franken lediglich an zweitletzter Stelle. Hier führen die Quartiere Hirschmatt/Kleinstadt und Bruch/Gibraltar mit jeweils gut 1 Million Franken die Rangliste deutlich an.

Im Bellerive leben zwar viele der vom Fiskus begehrten Steuerzahler. Sie brauchen aber auch überdurchschnittlich viel Wohnfläche. In der Innenstadt hingegen wohnen nicht die allerbesten, dafür umso mehr Steuerzahler.

SP-Grossstadtrat David Roth zieht daraus einen provozierenden Schluss: «Je mehr Reiche in einer Stadt wohnen, desto weniger Steuereinnahmen können generiert werden.» Das Rezept der Stadt, Steuern zu senken und teuren Wohnraum zu erstellen, um so den Steuerertrag zu erhöhen, sei deshalb «komplett falsch».

Hugo Bischof / kst

<em>Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Neuen Luzerner Zeitung vom Mittwoch.</em>