SP kritisiert Ende der Zusammenarbeit zwischen Kanton Luzern und Arbeiterhilfswerk

Die Luzerner SP kritisiert den Entscheid des Kantons, die Zusammenarbeit mit dem SAH Zentralschweiz und Caritas zu beenden. Die Partei wird mehrere Vorstösse auf die nächste Session einreichen.

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(fmü) Am Donnerstag gab der Kanton Luzern bekannt, die Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk SAH Zentralschweiz zu beenden. Das SAH ist damit noch bis Ende Jahr für die berufliche Integration von Flüchtlingen im Kanton zuständig, danach liegt die Aufgabe beim Kanton. Die Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen begründete diesen Schnitt mit den Vorgaben der Integrationsagenda des Bundes. Denn diese verlangt, dass der Integrationsprozess aus einer Hand sichergestellt wird. Auch mit der Caritas hat der Kanton eine Leistungsvereinbarung beim Programm Schule & Jobtraining vorzeitig aufgelöst.

Die SP kritisiert in einer Medienmitteilung vom Freitagnachmittag diesen Schritt. «Die Erfahrungen mit der Übernahme des Asylwesens von der Caritas werfen die Frage auf, ob die Dienststelle Asyl und Flüchtlingswesen (DAF) sich mit dieser Aufgabe nicht übernimmt», wird die Krienser Kantonsrätin Pia Engler in der Mitteilung zitiert.

Es sei zu befürchten, dass der Kanton seine eigenen Mittel kürzen will, was nicht im Sinne einer erfolgreichen Integration wäre. Deshalb wird die SP auf die kommende Kantonsratssession Vorstösse zur geplanten Umsetzung der Integrationsagenda einreichen, heisst es weiter.

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