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SP machte zu viele Fehler

Kommentar von Lukas Nussbaumer zum zweiten Wahlgang der Regierungsratswahlen.
Die Enttäuschung war der nicht gewählten SP-Frau Felicitas Zopfi gestern im Regierungsgebäude anzusehen. Links im Bild CVP-Regierungsrat Guido Graf. (Bild Nadia Schärli)

Die Enttäuschung war der nicht gewählten SP-Frau Felicitas Zopfi gestern im Regierungsgebäude anzusehen. Links im Bild CVP-Regierungsrat Guido Graf. (Bild Nadia Schärli)

Diesen überdeutlichen Ausgang der zweiten Runde der Luzerner Regierungsratswahlen hat niemand erwartet: SP-Kandidatin Felicitas Zopfi verpasste die Wahl um mehr als 17 000 Stimmen. Auch der grosse Vorsprung des bisherigen Finanz­direktors Marcel Schwerzmann auf den Zweitplatzierten Paul Winiker (SVP) über 11 000 Stimmen – war nicht absehbar.

Das Resultat zeigt auch auf, dass die Wähler den Empfehlungen der Parteien nur wenig Gewicht beimessen. Einzig die FDP unterstützte das Duo Schwerzmann/Winiker. CVP, Grüne und GLP plädierten für die Konkordanz, also für Zopfi und Winiker und erlitten damit Schiffbruch.

Die Gründe für das Ausscheiden der SP aus der Luzerner Regierung sind vielfältig. Wer den Sozialdemokraten eine falsche Strategie vorwirft, dürfte aber richtigliegen. Die Partei hätte ihre Kandidatin Felicitas Zopfi vor und nicht erst mitten im Wahlkampf als Parteipräsidentin ablösen müssen. Ein Eigentor war zudem der peinliche und von Zopfi abgeseg-nete Angriff auf Ex-SVP-Regierungsrat Daniel Bühlmann. Die SVP agierte überlegter und konzentrierte sich auf die eigene Linie, ohne politische Gegner zu diffamieren. Dazu hatte sie mit Winiker einen Kandidaten, der im Gegensatz zu Zopfi weit über die eigenen Parteigrenzen hinaus auf Sympathie stiess.

Daraus zu schliessen, Zopfi sei die falsche Kandidatin gewesen, ist zu einfach. Neben einer falschen Strategie war die Konstellation ungünstig: Bis­herige, in diesem Fall Marcel Schwerzmann, werden in der Regel wiedergewählt. Und die bei den Kantonsratswahlen stärker gewordene SVP gehört nach Meinung vieler Luzerner endlich wieder in die Regierung.

Lukas Nussbaumer

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