SP Obwalden will mit Juso-Präsidentin Mirjam Hostetmann in den Nationalrat

Jung und mutig sei Mirjam Hostetmann, hiess es an der Mitgliederversammlung der SP Obwalden. Die Genossen nominierten die Präsidentin der Juso Obwalden praktisch einstimmig für die kommenden Nationalratswahlen.

Robert Hess
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Mirjam Hostetmann. (Bild: Franziska Herger, Sarnen, 23. August 2018)

Mirjam Hostetmann. (Bild: Franziska Herger, Sarnen, 23. August 2018)

Die 19-jährige Sarner Gymnasiastin und Präsidentin der Juso Obwalden, Mirjam Hostetmann, ist am Freitagabend praktisch einstimmig als Nationalrats-Kandidatin der SP Obwalden nominiert worden. Nach einem flammenden Schlussappell der Parteipräsidentin Suzanne Kristiansen, «dieser jungen und mutigen Frau, die alle unsere Anliegen vertritt, die Chance zu geben», stimmten 27 der anwesenden 28 Mitglieder der Nomination zu. Im Rahmen der angeregten Diskussion hatte zuvor ein Mitglied aus taktischen Gründen und angesichts geringer Wahlchancen für Stimmfreigabe votiert. Diese fand keine Unterstützung.

Die Mitgliederversammlung, die im Sarner Hotel Metzgern tagte, beschloss ferner mit 14 zu 13 Stimmen bei einer Enthaltung die Ja-Parole zur kantonalen Steuervorlage vom 22. September. Vorangegangen war eine längere Diskussion, in welcher grosse Vorbehalte geäussert wurden. Demgegenüber wurde argumentiert, dass bei einem Nein «alles noch schlimmer» werde.

Rekordinteresse: Fünf Kandidaten für Obwaldens Nationalratssitz

So viele Kandidaten wie dieses Jahr haben sich in Obwalden noch nie für einen Sitz im Nationalrat beworben. Lief die Wiederwahl von Adalbert Durrer 1999 noch still ab, gab es seither immer Kampfwahlen. 2007 gar mit vier Kandidaten, dieses Jahr treten nun mindestens fünf an. Zwei wurden am Wochenende bekannt.
Markus von Rotz