SP und Grüne wollen freie Fahrt für Velos

In einem Postulat fordern die Linksparteien den Stadtrat dazu af, das Einbahnregime auf der Hertensteinstrasse aufzuheben.

Roman Hodel
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Das Aufheben des Einbahnregimes soll Klarheit für die Fussgänger schaffen.

Das Aufheben des Einbahnregimes soll Klarheit für die Fussgänger schaffen.

Boris Bürgisser (Luzern, 29. Mai 2020)

Wer mit dem Velo durch die Fussgängerzone Hertensteinstrasse fahren will, darf dies nur in Richtung Museumsplatz zu jeder Tages- und Nachtzeit tun. In Richtung Altstadt müssen Velofahrer tagsüber absteigen und das Rad schieben, nachts ist das Fahren erlaubt.

Das soll sich ändern, finden die Fraktionen von SP/Juso und Grüne/Junge Grüne. In einem Postulat fordern sie den Stadtrat dazu auf, eine Aufhebung dieses Einbahnregimes zu prüfen. Und zwar aus mehreren Gründen: Die Hertensteinstrasse ist gemäss dem Postulat für Velos viel sicherer als die stark befahrene Route Alpenstrasse-Schweizerhofquai. Die Hertensteinstrasse sei breit genug, damit Fussgänger und Velofahrer aneinander vorbeikommen. Das höhere Fussgängeraufkommen in der Hertensteinstrasse aufgrund des Ein- und Aussteigeregimes für Touristencars sei sogar ein Vorteil, «denn erwiesenermassen bewirken mehr Menschen in den Fussgängerzonen eine vorsichtigere Fahrweise von Radlerinnen und Radlern». Eine generelle Freigabe für Velos in beide Richtungen schaffe Klarheit. Fussgänger wüssten laut Postulat so besser als heute, dass Velofahrer zur Durchfahrt berechtigt sind.

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