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Warmer Februar: Pollen in der Luft setzen Allergikern zu

Die Grippesaison ist noch nicht vorbei, da plagen sich Allergiker schon mit Heuschnupfen herum. Dabei hat die Pollensaison eher spät begonnen – trotz eines überdurchschnittlich warmen und sonnigen Februars.
Raphael Zemp
Die frühlingshaften Temperaturen lassen Zentralschweizer Pollenallergiker derzeit rege zu Nastüchern greifen. (Bild: Getty)

Die frühlingshaften Temperaturen lassen Zentralschweizer Pollenallergiker derzeit rege zu Nastüchern greifen. (Bild: Getty)

Das Wetter ist derzeit ungewöhnlich schön und warm – zum Leidwesen vieler Allergiker. Denn nun schwärmen nicht nur Sonnenhungrige und vom Winter Gebeutelte nach draussen, auch erste Pollen schwirren durch die Lüfte. Die Grippesaison ist noch nicht vorbei, da müssen Heuschnupfen-Geplagte schon wieder rege zu Nastüchern, Sonnenbrille und Medikamenten greifen.

Warum, das zeigt die aktuelle Pollenkarte von SRF Meteo: In weiten Teilen der Schweiz ist die Pollenbelastung bereits «stark». Auch der Kanton Luzern ist fast zur Gänze in einem satten Rot eingefärbt.

Rot = starke Belastung, gelb = mässige Belastung, grün = keine Belastung. (Screenshot SRF)

Rot = starke Belastung, gelb = mässige Belastung, grün = keine Belastung. (Screenshot SRF)

«Derzeit fliegen Pollen von Hasel und Erle durch die Luft», bestätigt Bettina Ravazzolo, Beraterin beim Allergiezentrum Schweiz. Vor allem die Konzentration der Hasel-Pollen sei in den Niederungen stark – und somit auch in der Region Luzern. «Die Haselkätzchen sind nun überall offen, besonders an sonnigen Lagen.» Mässig bis stark ist die Belastung durch Erlenpollen. Zwar verteile der Wind die Pollen grossflächig, trotzdem falle deren Konzentration in höheren Lagen noch niedriger aus, führt Ravazzolo weiter aus.

Februarwetter ist auf Rekordkurs

Schuld ist das im langjährigen Schnitt um fast zwei Grad wärmere Februarwetter, das zudem besonders sonnig ausgefallen ist. In Luzern hat Meteo Schweiz für den laufenden Monat bereits 130 Sonnenstunden gemessen – fast doppelt so viele wie in den Jahren 1981 bis 2010. Womöglich purzelt bis Ende Monat gar der Sonnenscheinrekord aus dem Jahr 2008 von 156 Sonnenstunden.

So beeindruckend diese Zahlen sein mögen, besonders früh hat die Pollensaison in diesem Jahr allerdings nicht eingesetzt. Hasel- und Erlenpollen würden erst seit dem 18. Februar in grösseren Konzentrationen gemessen, sagt Regula Gehrig, wissenschaftliche Mitarbeiterin von Meteo Schweiz. Im letzten Jahr hat die Hasel bereits anfangs Januar geblüht. Und auch im langjährigen Vergleich ist der Startschuss zum kollektiven Nasenschnäuzen eher spät gefallen. «Dass im Februar Hasel- und Erlenpollen in der Luft sind, ist also ganz normal», resümiert Gehrig.

Klimaleugner dürfen sich trotz dieser Zeilen nicht bestätigt fühlen. Denn längerfristig zeichnet sich gemäss Ravazzolo vom Allergiezentrum Schweiz ein klarer Trend ab: Die Pollensaison beginnt nicht nur immer früher, sondern dauert auch länger. Das dürfte Allergiker ebenso wenig freuen, wie die Prognosen für die nächsten Tage: Trotz zwischenzeitlicher Niederschläge ist mit keiner Entlastung zu rechnen. Hasel- und Erlenpollen haben nach wie vor Hochkonjunktur.

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