Spange Nord: Kanton Luzern will im Frühling 2021 zur Reussportbrücke entscheiden

Der Luzerner Regierungsrat will dem Kantonsrat im Frühling 2021 die Abrechnungsbotschaft zum gescheiterten Projekt «Spange Nord» unterbreiten. Gleichzeitig soll das weitere Vorgehen zur geplanten Reussportbrücke besprochen werden.

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Das Projekt «Spange Nord» stiess bei den Luzernern auf Ablehnung.

Das Projekt «Spange Nord» stiess bei den Luzernern auf Ablehnung.

Eveline Beerkircher (Luzern, 16. Januar 2020)

(sre) Nachdem das Luzerner Stimmvolk im September 2020 mit einer Initiative gegen die «Spange Nord», dem Bauvorhaben des Kantons Luzern, einen Riegel vorgeschoben hatte, kommt es nun zur Abrechnung. «Nachdem das Projekt ‹Spange Nord› nicht als Bestvariante aus der Überprüfung hervorgegangen ist, zeigte auch die Vernehmlassung, dass dieses ursprüngliche Projekt nicht mehrheitsfähig ist», schreibt der Kanton in einer Mitteilung am Freitag. Der Regierungsrat habe nach Abschluss der Vernehmlassung zur Projektüberprüfung «Spange Nord» entschieden, dass er dem Kantonsrat im Frühling 2021 die Abrechnungsbotschaft zum Projekt unterbreiten wird.

Reussportbrücke ist noch nicht vom Tisch

Gleichzeitig schaut der Kanton aber voraus: Zum selben Zeitpunkt soll ebenfalls ein Planungsbericht zum weiteren Vorgehen beim Kantonsrat eingehen. Darin soll ein Rückblick auf das ursprüngliche Projekt «Spange Nord» sowie dessen Überprüfung erfolgen, und es werden die Ergebnisse der Vernehmlassung dazu dargelegt. «Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse wird der Regierungsrat dem Kantonsrat auch das weitere Vorgehen bezüglich der Reussportbrücke unterbreiten», schreibt der Kanton. Da die Initiative nur gegen die ursprüngliche «Spange Nord» entschieden hatte, ist die Reussportbrücke, eine neue Verbindung zwischen dem Gebiet Fluhmühle/Reussbühl und der Autobahn A2, noch nicht offiziell vom Tisch. Die Initianten haben das Ergebnis der Abstimmung aber auch als Zeichen gegen eine mögliche Brücke empfunden. 73 Prozent der Stimmbürger hatten das Projekt abgelehnt.

In Bezug auf das Projekt Bypass Luzern des Bundesamtes für Strassen Astra bestehe zeitlich keine Dringlichkeit für weitere Projektschritte auf kantonaler Seite, schreibt der Kanton. Die Mobilitätspolitik sei «herausgefordert» und sähe sich mit unterschiedlichen Bedürfnissen konfrontiert. Künftige Projekte sollen unter Berücksichtigung dieser verschiedenen Ansprüche geprüft und geplant werden.