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Kommentar

Spange Nord: Neue Chance dank «unverdächtigen» Experten

Das Projekt Spange Nord soll nochmals auf Herz und Nieren untersucht werden. Damit könnte die Diskussion über das umstrittene Strassenprojekt endlich versachlicht werden.
Robert Knobel
Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region Luzern

Robert Knobel, Leiter Ressort Stadt/Region Luzern

Die Luzerner Regierung führt den Auftrag des Kantonsrats aus und geht beim Projekt Spange Nord nochmals über die Bücher. Allerdings gibt sie diese Aufgabe an externe Fachleute weiter. Offenbar will man sich bei dieser heiklen Frage nicht noch mehr die Finger verbrennen. Der Entscheid ist nichts als konsequent. Denn die Regierung hat oft genug betont, dass es bei der aktuellen Variante der «Spange» keinen Spielraum mehr für Optimierungen gebe.

Die externe Überprüfung bietet die Chance, die hoch emotionale Diskussion zu versachlichen. Denn die Fachleute, die mit dem Projekt bisher nichts zu tun hatten, sind «unverdächtiger» als die Kantonsregierung. Ihr wurde immer wieder vorgeworfen, mit veralteten Verkehrszahlen ein längst überholtes Bauprojekt rechtfertigen zu wollen. Die Gutachter müssen das Projekt jetzt nochmals auf Herz und Nieren prüfen.

Dabei geht es um mehr als bloss um ein paar Tunnelmeter mehr oder weniger. Die Frage der künftigen A2-Zufahrt soll von Grund auf neu analysiert werden – und dies, so betont die Regierung, soll ohne jegliche Scheuklappen geschehen. Gleichzeitig hofft sie, schon 2022 ein baureifes Projekt zu präsentieren.

Die Regierung sendet damit je nach Adressat unterschiedliche Signale: Gegenüber dem Bund bekräftigt sie die Absicht, die «Spange» zeitgleich mit dem Bypass zu realisieren. Den Anwohnern signalisiert sie, dass es in Sachen Spange Nord keine Tabus mehr gebe und man über alles reden könne Es wird nicht einfach, diese beiden Interpretationsarten unter einen Hut zu bringen. Doch wenn dereinst eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung vorliegt, kann sie die Basis für eine ebenso fundierte politische Diskussion bilden. Und eine solche tut in Sachen Spange Nord dringend Not.

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