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SPARMASSNAHMEN: Kulturschaffende halten Luzerner Finanzpolitik für filmreif

Die Hauptdarsteller von «Luzern – der Film» – die Luzerner Kantons- und Regierungsräte – sind am Montag mit Blitzlichtgewitter empfangen worden. Das Rampenlicht war nicht allen genehm.
Mit Blitzlichtgewitter wurden die Parlamentarier (hier Lisa Zanolla, SVP) vor dem Regierungsgebäude empfangen. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

Mit Blitzlichtgewitter wurden die Parlamentarier (hier Lisa Zanolla, SVP) vor dem Regierungsgebäude empfangen. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

Nicht nur Unmut gegenüber der kantonalen Finanzpolitik begleitet jede Aktion der #sichtbarmachung. Nein, auch Kälte scheint dazuzugehören. Egal, ob die Kulturschaffenden beim Inseli dem See entsteigen und klitschnass zum KKL marschieren, vor dem Regierungsgebäude in die Reuss abtauchen («Damit die Kultur nicht baden geht») oder wie am Montag vor der Kantonsratssession den roten Teppich ausrollen. Mit Blitzlichtgewitter und Cüpli nahmen die Luzerner Kulturschaffenden die Luzerner Politiker in Empfang. Während die Ratslinke der Aktion viel Sympathie entgegen brachte, war einigen bürgerlichen Kantonsräten der Gang über den roten Teppich sichtlich unangenehm.

Das Ziel: 120'000 Franken bis 5. Februar 2018

Dabei wird gerade ihnen im neuen Projekt der Kulturschaffenden eine besondere Rolle zuteil: Das «Kollektiv von besorgten Bürgerinnen oder Bürgern», wie sich die Kulturschaffenden nennen, hat am Montag ein Crowdfunding für eine Filmrecherche mit dem Arbeitstitel «Luzern – der Film» gestartet. «Wir sammeln Geld für ein Auftragswerk, einen Dokumentarfilm über die kantonale Finanzpolitik der letzten sechs Jahre», sagte Schauspieler Manuel Kühne aus Emmenbrücke. «Wir verfolgen ein hehres Ziel: Bis zum 5. Februar 2018 wollen wir mindestens 120'000 Franken zusammenbringen.» Wie die Initianten schreiben, soll der Film «einen Beitrag zur Meinungsbildung für die kantonalen Wahlen im Frühling 2019 leisten». Das Werk soll «Antworten auf die drängendsten Fragen zur Luzerner Steuerpolitik liefern», heisst es in einem Schreiben. Der Film will alle Seiten zu Wort kommen lassen - die Verantwortlichen, die Betroffenen und ebenso neutrale Beobachter der Finanzpolitik.

fi

HINWEIS

Mehr Infos zum Projekt sowie ein Trailer zum Crowdfunding finden sie auf der Luzerner Webplattform funders.ch.

Die Kantonsräte Adrian Nussbaum (CVP, links) und Josef Schnider (SVP) auf dem Weg zum Parlament. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

Die Kantonsräte Adrian Nussbaum (CVP, links) und Josef Schnider (SVP) auf dem Weg zum Parlament. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

SVP-Kantonsrat Daniel Keller auf dem Weg zum Parlament. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

SVP-Kantonsrat Daniel Keller auf dem Weg zum Parlament. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

CVP-Kantonsrat Erwin Arnold auf dem Weg ins Parlamentsgebäude. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

CVP-Kantonsrat Erwin Arnold auf dem Weg ins Parlamentsgebäude. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

Regierungsrat Reto Wyss auf dem Weg zum Parlament. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

Regierungsrat Reto Wyss auf dem Weg zum Parlament. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 4. Dezember 2017))

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