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SPARMASSNAHMEN: Luzerner Staatspersonal sieht den Sozialfrieden in Gefahr

Unverhältnismässig wuchtig: So bezeichnet der Luzerner Staatspersonalverband (LSPV) die beabsichtigten Einsparungen im aktuellen Sparmassnahmenpaket der Regierung. Jahrelang erkämpfte Arbeitsbedingungen will der Verband nicht kampflos wieder hergeben.
In der Kasse des Kantons Luzern fehlen in den nächsten drei Jahren 330 Millionen Franken. (Bild: Bildmontage Neue LZ)

In der Kasse des Kantons Luzern fehlen in den nächsten drei Jahren 330 Millionen Franken. (Bild: Bildmontage Neue LZ)

Die Veröffentlichung der vorgeschlagenen Sparmassnahmen im März habe die Staatsangestellten mit voller Wucht getroffen. Dies, zumal der Personalverband in der politischen Begleitgruppe habe mitwirken können.

Der LSPV wehre sich nicht grundsätzlich gegen massvolle und gerechte Optimierungen und Effizienzsteigerungen in der Verwaltung, heisst es in einer Mitteilung. Dem Verband stösst jedoch sauer auf, dass es eine eine vorbehaltlose und unbefristete Erhöhung der Arbeitszeit geben solle. Er stellt sich gegen die Streichung der Dienstaltersgeschenke und gegen die Kürzung von bezahlten Feiertagen.

In den letzten Jahren hätten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staats bei den sich wiederholenden Sparpaketen immer wieder Abstriche hinnehmen müssen. Beim KP 17 sei erneut und ganz besonders das Personal betroffen, kritisiert der Personalverband.

Regierung soll nochmals über die Bücher

Der LSPV kündet seinen Widerstand gegen die Massnahmen an: Wenn der Arbeitgeber die Sozialpartnerschaft nicht aufs Spiel setzen und den Arbeitsfrieden wahren wolle, müsse er nochmals über die Bücher gehen und die Forderungen des Personals ernstnehmen. Die jahrelang erkämpften bisherigen Anstellungsbedingungen werde man nicht kampflos preis geben.

40,8 Millionen soll beim Personal gespart werden

Im sogenannten Konsolidierungsprogramm 2017 (KP17) schlägt die Luzerner Regierung Einsparungen von 330 Millionen Franken innerhalb von drei Jahren vor. Das Sparpotential beim Personal liegt gemäss KP17 bei 40.8 Millionen Franken in dieser Zeitspanne. Unter anderem sollen Staatsangestellte eine Stunde pro Woche länger arbeiten. Weiter sollen beim Personal drei bezahlte kantonale Feiertage gestrichen werden. Als kleine Kompensation wird den Angestellten eine zusätzliche Ferienwoche gewährt (maximal sechs Wochen). Wegfallen sollen wiederum die Dienstaltersgeschenke und Lohnerhöhungen.

pd/cv/avd

Mehr zum Thema am 20. April in der Neuen LZ.

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