Sparpläne bei den Musikschulen: Abfuhr mit Ansage

Ismail Osman, Stv. Leiter Ressort Kanton, zum Nein zur Halbierung der kantonalen Beiträge an die Musikschulen

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Ismael Osman, stv. Leiter Ressort Kanton (Bild: Manuela Jans  (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Ismael Osman, stv. Leiter Ressort Kanton (Bild: Manuela Jans (Neue LZ) (Neue Luzerner Zeitung))

Ob nun aus fehlendem Taktgefühl oder angesichts des gewaltigen Spardrucks: Die Idee, die kantonalen Beiträge an die Musikschulen zu halbieren, war immer zum Scheitern verurteilt.

Im Kanton Luzern ist die Musikbildung Teil des Lebensstoffes. Im Bereich der Blasmusik etwa ist Luzern eine Macht. Luzern verfügt aber auch über ein Musikkonservatorium und eine Jazzschule. Der fruchtbare Nährboden dafür sind die kommunalen Musikschulen. Wer hier am Status quo rütteln will, muss mit gewaltigem Widerstand rechnen – was ein Referendum mit einer Rekordzahl an Unterschriften deutlich vor Augen führte.

Die Halbierung der Beiträge wäre eine der kleineren Massnahmen im Sparpaket KP 17 gewesen. Eine, die von vielen Gemeinden auch hätte getragen werden können. Sie hatte jedoch das Potenzial, die Luzerner Seele empfindlich nahe am Herzen zu treffen. Dafür hatte der Kanton zu wenig Gespür und kassierte im Gegenzug eine Abfuhr mit Ansage.

Ismail Osman, Stv. Leiter Ressort Kanton

ismail.osman@luzernerzeitung.ch