Kommentar

1-Million-Franken-Spende ist ein starkes Zeichen für ein offenes Luzerner Theater

Die Spende von einer Million Franken aus privater Hand zeigt, dass sich auch Private am Projekt für ein neues Luzerner Theater beteiligen wollen. Es braucht jedoch noch viel Überzeugungsarbeit.

Hugo Bischof
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Hugo Bischof

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Ein privater Mäzen spendet eine Million Franken, um den Wettbewerb zum Bau eines neuen Luzerner Theaters zu ermöglichen. Es ist ein starkes Zeichen, dass sich neben der öffentlichen Hand auch Private an der Finanzierung des ambitionierten Vorhabens beteiligen wollen. Beim KKL Luzern lief es ähnlich. 1988 schenkte die private Mäzenin Alice Bucher ebenfalls eine Million Franken, um ein erstes Vorprojekt zu ermöglichen. Es war die Initialzündung für eine beispiellose Erfolgsgeschichte.

Ein gutes Omen auch für die Gegenwart? Zweifellos. Nur: Illusionen darf man sich keine machen. Noch sind sehr viele Fragen offen. Etwa jene, ob ein Abriss des heutigen, veralteten Theatergebäudes nach dem denkmalschützerischen Gutachten aus Bern überhaupt möglich ist. In den Sternen steht zurzeit auch, ob das Luzerner Theater dereinst tatsächlich eine solche Flut an privaten Sponsorengeldern anziehen wird wie das international ungleich renommiertere KKL.

Ein lebendiges Theater, das durchgängig und auch tagsüber öffentlich zugänglich ist – mit einer spektakulären Dachpromenade, die auch Leute anlockt, welche die Schwelle eines Theaters sonst kaum überschreiten: Das sind wunderbare Visionen eines künftigen Kulturhauses für Luzern und die ganze Zentralschweiz. Um sie realisieren zu können, braucht es aber noch viel Überzeugungsarbeit. Denn letztlich entscheidend wird sein, ob der Funke der Begeisterung auch auf die Bevölkerung überspringt.

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