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Kolumne

Spezialtermine von drei Luzerner Regierungsräten: Erste Bilanz nach 100 Tagen? Aber bitte separat!

Am 9. Oktober sind die drei Luzerner Regierungsräte Fabian Peter, Reto Wyss und Marcel Schwerzmann 100 Tage im Amt. Wer denkt, die Magistraten ziehen koordiniert Bilanz, irrt.
Alexander von Däniken
Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton

Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton

Es hat sich so eingebürgert mit den 100 Tagen. Dann stehen Wirtschaftskapitäne und Politiker für ihre erste Bilanz nach dem Amtsantritt Red und Antwort. Warum es genau 100 Tage sind, hat sich mir nie erschlossen. Womöglich hat es mit der dreimonatigen Probezeit zu tun. Wobei diese ja für Politiker keine Relevanz hat. Auf jeden Fall ist es eine runde Zahl, verbindlich und quasi das Gegenteil von «nicht ganz Hundert».

Im Kanton Luzern ist die Frist von 100 Tagen so flexibel wie das «mañana» in südlichen Ländern. So sind unsere fünf Regierungsräte offiziell am 1. Juli in ihre neue Legislatur gestartet. 100 Tage danach wäre also der 9. Oktober.

Nahe an diesem Datum ist der neue Regierungsrat Fabian Peter. Der FDP-Magistrat lädt die Medien am kommenden Montag, 7. Oktober, zu seiner ersten Bilanz als Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor ein. Einen Tag später, am 8. Oktober, wird der neue CVP-Finanzdirektor Reto Wyss Auskunft geben. Er trat bekanntlich das Bildungs- und Kulturdepartement an den bisherigen Finanzdirektor Marcel Schwerzmann ab. Der parteilose Regierungsrat wird erst am 31. Oktober über seine Zeit nach dem Departementswechsel informieren. Man merke: 100 Tage sind nach Zeitrechnung der Herren in der kantonalen Exekutive entweder 98, 99 oder 122 Tage.

Der Grund über drei Termine zum selben Thema ist mir so schleierhaft wie jener der 100 Tage. Einen gemeinsamen Termin zu fixieren, wäre bei drei Personen sicher möglich gewesen. Zumal alle nach dem Wahltag bereits gewusst haben, dass die Zwischenbilanz in die Agenda rückt. Der geeinte Auftritt hätte (allfällige) Zweifel über das (gute) Klima in der Regierung ausgeräumt. Die Herren wollen offensichtlich ihre Bühne mit niemandem teilen. Schade.

Es ist auch schade für Sie, liebe Leserinnen und Leser. Gerne hätten wir an einem Tag die Zwischenbilanz aller drei neuen Departementsvorsteher präsentiert. Jetzt müssen Sie mit drei Artikeln rechnen, deren Anlass eigentlich bei allen der gleiche ist. Ich wollte Sie das aus Transparenzgründen wissen lassen. Nicht, dass Sie denken, die Zeitung ist «nicht ganz Hundert».

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