Luzerner Klänge für im Krieg gefallene Soldaten

Das Spiel der Luzerner Polizei konzertierte in holländischen Nijmegen vor einem Millionenpublikum.

Peter Soland
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Musikerinnen und Musiker der Luzerner Polizei begleiteten die Delegation der Schweizer Armee. (Bilder: Peter Soland)

Musikerinnen und Musiker der Luzerner Polizei begleiteten die Delegation der Schweizer Armee. (Bilder: Peter Soland)

Musik verbindet Menschen: Diesen Leitsatz haben die 37 Musikerinnen und Musiker der Luzerner Polizei fest in ihr Pflichtenheft für die Reise nach Nijmegen geschrieben. Im Rahmen der traditionellen Schweizer Woche, der «Zwitserse Week», in der Gemeinde Lingewaard bei Nijmegen war das Spiel letzte Woche zu zahlreichen Konzertauftritten verpflichtet. Etwa mit Märschen durch die malerischen Strassen und Platzkonzerten.

Höhepunkt der Schweizer Woche was das Galakonzert in der grossen Gemeindekirche, welche bis auf den letzten Platz gefüllt war. Moderiert wurde der Anlass von Polizeikommandant Adi Achermann, die Festansprache hielt Regierungspräsiden Paul Winiker. Abwechslungsweise in holländischer und in hochdeutscher Sprache unterstrich der Justiz- und Sicherheitsdirektor auf humorvolle Art die Gemeinsamkeiten der Menschen in beiden Staaten. «Wir schicken zum Beispiel das Wasser aus der Schweiz über den Rhein in die Niederlande und trinken danach das Bier aus den Niederlanden. Die Eichhof-Brauerei in Luzern wurde bekanntlich von Heineken übernommen.»

Kranzniederlegung als emotionaler Höhepunkt

Ein äusserst berührender Akt war für alle Teilnehmer, besonders für die Bevölkerung aus Nijmegen, ist jeweils die traditionelle Kranzniederlegung auf dem kanadischen Soldatenfriedhof. Während das Spiel der Luzerner Polizei die Melodie «Io senza te» von Peter Räber anstimmte, legte jede Soldatin und jeder Soldat des Schweizer-Armee-Delegation je eine Rose auf eines der über 2500 Gräber.

Das Finale des alljährlichen 160-Kilometer-Marsches, an dem sich dieses Jahr gegen 47000 Läuferinnen und Läufer aus aller Welt wie auch rund 5000 Armeeangehörige aus 31 Nationen beteiligt haben, ist der Einzug in die Stadt Nijmegen. Dicht aneinander gedrängt säumen über eine Million Zuschauer die Strassenzüge. Die rund 200-köpfige Schweizer Delegation, angeführt von Schweizer Gardisten, wurde auch hier wiederum vom Spiel der Luzerner Polizei begleitet.

«Für unser Korps war die Einladung zu diesem weltweit einzigartigen Ereignis eine grosse Ehre», bemerkte Kommandant Adi Achermann am Rande der Veranstaltung. Daher liess er es sich nicht nehmen, zusammen mit Regierungspräsident Paul Winiker die Armee-Delegation und das Spiel der Luzerner Polizei auf dem Weg durch die Stadt zu begleiten. Dies unter Verzicht auf den reservierten Platz auf der Ehrentribüne.