Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Spielplatzsperre: Ein Recht auf Platz

Christian Peter Meier, Leiter Reporterpool, über die Jugend und Spielplatzsperren.
Christian Peter Meier
Christian Peter Meier

Christian Peter Meier

Teenager können ganz schön nerven – erst recht, wenn sie lautstark in Gruppen auftreten und zudem noch Alkohol im Spiel ist. Die Überreste ihrer Gelage sprechen frühmorgens leider nur zu oft für sich. Aber: Auch Jugendliche haben als Teil unserer Gesellschaft ein Recht darauf, ihre Freizeit im öffent­lichen Raum zu verbringen. Sie haben ein Recht auf ausreichend Platz – was selbstredend auch für die noch Kleineren, also die Kinder, gilt.

Doch warum bemühen wir hier überhaupt diese Gemeinplätze? Weil das an sich Selbstverständliche nicht überall so klar ist. In Kriens etwa wird seit Jahren ein von der Öffentlichkeit finanzierter Schulhaus-Spielplatz jeweils am Wochenende geschlossen. Anwohner haben dies erwirkt. In Luzern wiederum haben ebenfalls Anwohner vor einigen Jahren bei einem Schulhaus einen neuen Pausen- und Allwetterplatz verhindert, weil sie eine Lärmzunahme befürchteten. Und in Zug wurde im Umfeld einer Berufsschule schon vor einem Jahrzehnt eine sogenannte Mosquito-Anlage installiert: Sie vertreibt mit ganz hohen Tönen jene, die sie hören – eben Jugendliche.

All dies ist stossend. Umso mehr, als es sich bei den erwähnten Fällen ausschliesslich um Schulhausareale handelt, die ja hauptsächlich für Kinder und Jugendliche gebaut wurden. Wo, wenn nicht hier, sollten sie sich möglichst uneingeschränkt aufhalten dürfen? In Kriens versucht nun eine Einwohner­rätin mit einem Vorstoss die Spielplatzsperre aufzuheben. Ihr ist dafür zu danken – ebenso wie den Nachbarn für etwas mehr Toleranz, den Jugendlichen für die Einhaltung der üblichen Spielregeln in Sachen Littering und Nachtruhe – und gegebenenfalls den Ordnungshütern für deren Durchsetzung.

Christian Peter Meier

christian.meier@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.