Spitäler arbeiten noch enger zusammen

Die Kantonsspitäler Luzern und Nidwalden haben mit der Fusion zu einer Spitalregion Kosten gespart und Umsätze gesteigert. Nun wird die Kooperation weiter ausgebaut.

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Beat Villiger, Präsident des Spitalrats sowie die Regierungsräte Guido Graf (Luzern) und Yvonne von Deschwanden (Nidwalden) ziehen nach einem Jahr Bilanz. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Beat Villiger, Präsident des Spitalrats sowie die Regierungsräte Guido Graf (Luzern) und Yvonne von Deschwanden (Nidwalden) ziehen nach einem Jahr Bilanz. (Bild: Remo Naegeli / Neue LZ)

Am 1. Januar 2012 haben das Luzerner Kantonsspital und das Kantonsspital Nidwalden mit der gemeinsamen Spitalregion Lunis gestartet. Nach dem ersten Betriebsjahr zieht der Luzerner Gesundheitsdirektor Guido Graf eine positive Bilanz. «Die Bevölkerung der Kantone Nidwalden und Luzern hat die volle Wahlfreiheit, an welchem Spitalstandort sie den Blinddarm oder das Bein operieren lassen will», wird Graf in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. Dies sei einzigartig und zeige, wie innovativ das Projekt Lunis sei. Auch die Nidwaldner Gesundheitsdirektor Yvonne von Deschwanden stellt fest, dass «die Bevölkerung von einer raschen, koordinierten und qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung profitiert.» Der Kostenanstieg habe merklich gedämpft werden können.

Spitäler helfen einander mit Personal aus

Die beiden Spitaldirektionen arbeiten eng zusammen. «Diese Kooperation auf der Führungsstufe hat die gewünschte Wirkung erzielt», sagt Spitalratspräsident Beat Villiger. Das verhindere Doppelspurigkeiten. Dass die beiden Spitäler von der Zusammenarbeit profitieren, stellt auch Benno Fuchs, CEO der beiden Spitäler fest: «Der Austausch von Wissen und Erfahrung ist ein Gewinn für beide Spitäler.» Sie helfen sich gegenseitig mit Personal aus, wenn es zu Engpässen kommt.

Weniger Kosten, mehr Umsatz

Wie die Lunis-Standortbestimmung zeigt, wirkt sich besonders auch die Zusammenarbeit in den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen positiv aus. In einzelnen Bereichen konnten Kosten eingespart werden, andere Bereiche generierten mehr Umsatz. Die kantonsübergreifende Zusammenarbeit der Spitalregion soll in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Dazu braucht es eine Vereinheitlichung der wichtigsten betrieblichen Grundlagen. Die Informatik-Struktur beider Spitäler soll harmonisiert werden. Dies gilt auch für die Anstellungsbedingungen für das Personal. Bis Ende Jahr soll ein Konzept vorliegen, das die konkreten Umsetzungsschritte wie auch die Kostenfolgen der beiden Vorhaben aufzeigt.

pd/rem