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Spital Sursee gewährt am Dynamo Sempachersee einen spannenden Blick hinter die Kulissen

Während des Events Dynamo Sempachersee kann man den Spitalalltag erleben.
Ernesto Piazza
Besucher können beim Kantonsspital in Sursee in die Rolle eines Chirurgen schlüpfen. (Bilder: Dominik Wunderli, 6. September 2019)

Besucher können beim Kantonsspital in Sursee in die Rolle eines Chirurgen schlüpfen. (Bilder: Dominik Wunderli, 6. September 2019)

«Wo ist der Magen?» fragt eine Fachperson eine Schülerin. Diese überlegt und ordnet diesen nach kurzem Nachdenken dem auf dem «Operationstisch» liegenden Phantom zu. Und weiter geht es zum nächsten Ratebegriff. Es herrscht viel Betrieb in einem der Untergeschosse des Luzerner Kantonsspitals (Luks) in Sursee.

Weil das «Daily business» weitergehen muss, wird dem Publikum das Schaffen vor allem im Aussengelände in Zelten demonstriert. Dort ist der Besucherandrang an diesem Freitagmorgen – was wohl auch den garstigen Witterungsbedingungen geschuldet ist – überschaubar. Die Perle Luks, wie die Organisatoren ihre diversen Hotspots nennen, ist einer der Bausteine des Events Dynamo Sempachersee.

300 Schüler schnuppern in Berufsbilder rein

Schüler schlüpfen in Operationskleider.

Schüler schlüpfen in Operationskleider.

Jasmin Stutz, stellvertretende Departementsleiterin am Spital Sursee, sagt zum Mitwirken: «Unser Ziel ist es, dass die Besucher auch ausserhalb der Spitalräume einen authentischen Einblick in die verschiedenen Bereich erhalten.» Das heisst wiederum auch: Es sind jene Leute vor Ort, welche die entsprechenden Funktionen im Alltag ausüben. Am Donnerstag und gestern hat das Luks rund 300 Schülern mit ihren Lehrpersonen die Gelegenheit geboten, im Gesundheitsbereich in diverse Berufsbilder reinzuschnuppern. «Das Coolste ist, mit welcher Freude sich die Kinder auf den Posten in die dort gestellten Aufgaben eingeben», sagt Tobias Bysäth, Leiter Pflege, und zieht bereits jetzt ein positives Fazit. Man habe zwar hierfür einen grossen Aufwand betrieben, doch es komme auch viel zurück. Sagt er und ist bereits wieder gefragt. An 15 Posten wird akribisch und mit viel Eifer gearbeitet. Die Schüler sind so sehr bei der Sache, dass sie das Glockenzeichen, welches sie an den Postenwechsel erinnert, fast überhören.

Ob Spritzen aufziehen, den Blutdruck messen, Medikamente bereitstellen oder mit einer «wässrigen» Brille sowie Handschuhen ein Puzzle lösen und so die Feinmotorik schulen: Die Möglichkeiten sind gross. Die Schüler stürzen sich auch in Operationskleider, und wenn sie wollen, dürfen sie anschliessend Kopfbedeckung und Mundschutz mitnehmen. An einem weiteren Posten besteht die Aufgabe, über eine Kamera in den menschlichen Körper zu blicken. Sara Frey (11) sagt: «Das ist ein mega cooles Gefühl.» Und trotzdem will sie keinen Beruf im Gesundheitswesen lernen. «Ich kann kein Blut sehen.» Ihre Kollegin, die ebenfalls 11-jährige Elin Warth gefällt, «dass man auf diese Art diverse Bilder suchen kann». Und speziell cool findet sie, dass mit Tobias Bysäth ihr Götti ihnen im Umgang mit den Instrumenten hilft. Interessiert schaut ebenfalls ihre Lehrerin Stephanie Merz zu. Alles sei sehr kindergerecht geplant worden, sagt sie und windet den Verantwortlichen ein Kränzchen.

Jedermann kann sich an einem Simulator versuchen, mit Operationsinstrumenten hantieren und dabei seine Schritte über einen Monitor kontrollieren. Daneben laufen über einen Bildschirm Operationen, unter anderem die Behebung eines Leistenbruchs. Dort sitzen die Handgriffe, und der anwesende Arzt sagt: «Für eine solche Operation brauchen wir etwa 30 Minuten.»

Die Besucher können sich selber als Chirurg versuchen, in OPS-Kleidung posieren. Und erfahren, wie sich ein Herzschrittmacher anfühlt. Die Kardiologie mit Allem rund ums Herzen ist ein Thema. Das Luks informiert auch über Lungenkrankheiten oder Gastroenterologie (Erkrankungen im Verdauungstrakt). Die Funktionsweise der Computertomografie wird gezeigt. Und «last but not least» hat in Sursee auch die Rettung ihren Platz.

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