Günstig parkieren beim Spital Wolhusen ist passé

Das Luzerner Kantonsspital führt ab Neujahr an seinen drei Standorten ein einheitliches Parkier- und Gebührensystem ein. Das wird vor allem für Angestellte in Wolhusen und Sursee wesentlich teurer.

Evelyne Fischer
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Parkieren am Spital-Standort Wolhusen wird künftig für Angestellte deutlich mehr kosten. (Bild: Corinne Glanzmann, 27. April 2017)

Parkieren am Spital-Standort Wolhusen wird künftig für Angestellte deutlich mehr kosten. (Bild: Corinne Glanzmann, 27. April 2017)

Angestellte des Luzerner Kantonsspitals (Luks) in Wolhusen werden ab 2019 deutlich mehr fürs Parkieren zahlen. Grund dafür ist das einheitliche Parkier- und Gebührensystem, welches das Luks mit dem Jahreswechsel an allen drei Spitalstandorten einführt. In Wolhusen variiert das Tagesmaximum bislang je nach Beschäftigungsgrad zwischen 2,75 und 5,40 Franken – letzteres beim Einsatz von Stunden-Wertkarten. Neu beträgt das Tagesmaximum 6 Franken pro Tag.

«Das Luzerner Kantonsspital legt grossen Wert auf identische standortunabhängige Rahmenbedingungen, so zum Beispiel bei der Entlöhnung oder den Vergünstigungen. Dies soll künftig auch bei der Parkplatzbewirtschaftung gelten», sagt Andreas Meyerhans, Leiter der Unternehmenskommunikation. «Die heute uneinheitlichen Reglemente samt unterschiedlichen Tarifen machen die Bewirtschaftung anspruchsvoll, nicht zuletzt auch für die zunehmende Anzahl von Personen, die regelmässig an mehreren Standorten tätig ist.» Im Zuge der Vereinheitlichung werden auch die Tarife für Besucher «marktkonform» erhöht, um 20 bis 50 Rappen pro Stunde – durch die Einführung des 15- und 30-Minuten-Taktes, sollen aber «grössere Kostensprünge vermieden werden». Wieviel die Parkplatzbewirtschaftung abwirft, gibt das Spital nicht bekannt.

Ab 18 Uhr gilt neuer Nachttarif

Standortunabhängige Rahmenbedingungen in Ehren: Punkto Parkplatzangebot und Erreichbarkeit sind Luzern und Wolhusen kaum vergleichbar. Den 5300 Spitalangestellten in Luzern und 1800 Besuchern täglich stehen 1600 Parkplätze zur Verfügung, den 700 Mitarbeitern in Wolhusen sowie den dortigen 300 Besuchern deren 340. Seit Jahrzehnten besteht in Luzern ein Parkier-Sperrkreis für Angestellte aus 20 Gemeinden, um den Platzmangel zu entschärfen. Sie haben mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins gut erschlossene Spital anzureisen. In Luzern bezahlen Luks-Angestellte aktuell höchstens 5,80 Franken pro Tag, in Sursee 2,90 Franken bis maximal 4,60 Franken. Auch für sie werden künftig maximal 6 Franken fällig. «Die effektive Erhöhung der Tarife ist vom Pensum sowie den Arbeitszeiten des jeweiligen Mitarbeitenden abhängig», sagt Meyerhans.

Neu führt das Luzerner Kantonsspital einen Niedertarif zwischen 18 und 6 Uhr ein. Dieser gilt auch am Wochenende und beläuft sich auf 0,10 Franken pro Stunde für Angestellte. «Der gegenüber dem Tagestarif reduzierte Satz begründet sich in der kleineren Parkplatznachfrage während dieser Zeit». «Zudem können wir so unsere Mitarbeitenden im Schichtdienst unterstützen, insbesondere im Wissen um das reduzierte ÖV-Angebot in der Nacht.»

Radiojodtherapie nun auch beim LUKS

Das Luzerner Kantonsspital wird 26,3 Millionen Franken ins Tumorzentrum am Standort Luzern investieren. Das heute zweistöckige Gebäude wird bis Ende 2019 um zwei Vollgeschosse und ein Teilgeschoss aufgestockt.

Am 10. November ist die entsprechende Ausschreibung im Luzerner Kantonsblatt publiziert worden. «Das bereits im Gebäude stationierte Ambulatorium der Onkologie wird ausgebaut», sagt Andreas Meyerhans, Leiter der Unternehmenskommunikation des Luks. «Mit der Integration des Hämatologie-Ambulatoriums lassen sich Prozesse optimieren und das Tumorzentrum als Ganzes kann gestärkt werden.» Zudem werden neu zwei nuklearmedizinische Therapiebetten – namentlich für die Behandlung von stationären Radiojodtherapien – realisiert.

Mit dieser können verschiedene die Schilddrüse betreffenden Erkrankungen behandelt werden. Bislang war die Hirslanden Klinik St. Anna in Luzern die einzige Klinik der Zentralschweiz, welche die Radiojodtherapie im Angebot hatte (Ausgabe vom 10. Februar 2018).

Verzögerungen beim Ausbau des Tumorzentrums

Laut Meyerhans sind die baulichen Massnahmen eine Folge der weiter steigenden Nachfrage nach onkologischen Behandlungen. «Bedingt durch die demografische und medizinische Entwicklung wird die Zahl der Patienten mit Tumorerkrankungen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.» Ursprünglich war geplant, die neuen Räumlichkeiten bereits im 2. Quartal 2019 in Betrieb zu nehmen.

Meyerhans sagt zur eingetretenen Verzögerung: «Wie oft bei Bauprojekten führt eine Projektanpassung zu einer Änderung des Terminplans.» Die angesprochene Anpassung betraf in diesem Fall die Ergänzung der nuklearmedizinischen Therapiebetten. «Das Angebot stand schon länger im Raum», so Meyerhans. «Bislang fehlte aber der geeignete Standort.» (fi)