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Expansion des Luzerner Kantonsspitals verärgert Hausärzte – und beschäftigt nun die Politik

Mit Ambulatorien mischt das Luzerner Kantonsspital vermehrt in der ambulanten Versorgung mit. Dass dies Hausärzte verunsichert, habe man zu wenig berücksichtigt, sagt nun die Regierung.
Yasmin Kunz
Das Luzerner Kantonsspital zog unter anderem mit dem Ambulatorium auf der Luzerner Allmend den Unmut der Hausärzte auf sich. Das Spital führt diesen Standort zusammen mit der Migros-Tochter Medbase. (Bild: Boris Bürgisser)

Das Luzerner Kantonsspital zog unter anderem mit dem Ambulatorium auf der Luzerner Allmend den Unmut der Hausärzte auf sich. Das Spital führt diesen Standort zusammen mit der Migros-Tochter Medbase. (Bild: Boris Bürgisser)

Das Luzerner Kantonsspital (Luks) mit den Aussenstandorten Sursee und Wolhusen hat in den letzten Jahren diverse dezentrale Angebote realisiert. Zuletzt für heftige Diskussionen gesorgt hat das vom Luks in Zusammenarbeit mit Medbase (Migros) geplante Gesundheitszentrum Mattenhof in Kriens. Das Ambulatorium soll im Herbst 2019 eröffnet werden (Ausgaben vom 11. und 12. April).

Die Expansionsstrategie und deren weitere Entwicklung werfen offensichtlich Fragen auf. Yvonne Zemp Baumgartner (SP, Sursee) und 26 Mitunterzeichner aus allen Fraktionen haben deshalb eine Anfrage an die Regierung gestellt. Sie wollten etwa wissen, welche Steuerungsmöglichkeiten die Politik einnimmt und wie die Regierung die kritische Haltung der Hausärzte und Fachärzte, die im ambulanten Sektor tätig sind, beurteilt.

Gesetz erlaubt Leistungen ausserhalb der Spitäler

Jetzt liegen die Antworten der Regierung vor. Bei der Frage nach der politischen Steuerung bezieht sich die Regierung auf den Versorgungsauftrag der kantonalen Spitäler, der grundsätzlich im Spitalgesetz geregelt ist und in den Leistungsaufträgen und -vereinbarungen sowie der Eignerstrategie des Regierungsrats genauer festgehalten wird.

«Kantonale Spitäler können explizit auch ambulante Leistungen ausserhalb der Spitalbetriebe anbieten», zitiert die Regierung aus dem Spitalgesetz. Würden einzelne Betriebsbereiche der kantonalen Spitäler in rechtlich eigenständige Einheiten überführt, oder beteiligen sie sich an anderen Unternehmen, ist dies vom Regierungsrat zu bewilligen. Dem Kantonsrat obliege die Oberaufsicht über den Regierungsrat und die Verwaltung – und damit auch über die Spitalversorgung.

Diverse Ärzte in der ambulanten Versorgung, insbesondere Hausärzte aus dem Raum Kriens, haben die Mattenhof-Pläne arg kritisiert. Das Ambulatorium würde die praktizierenden Ärzte konkurrenzieren. Die Regierung hat Verständnis für die Verunsicherung, wie sie in ihrer Antwort schreibt. Diesen Umstand habe man bei der Planung «zu wenig berücksichtigt», räumt sie weiter ein. Aufgrund dessen hat man im Nachgang eine gemeinsame Plattform geschaffen.

Damit soll unter anderem die Förderung «einer bedarfsgerechten, koordinierten und qualitativ guten medizinischen Versorgung der Luzerner Bevölkerung» erzielt werden.

Luzern Süd brauche Gesundheitszentrum

Zudem weist die Regierung darauf hin, dass die Region Luzern Süd boome und ein Gesundheitszentrum notwendig sei, um die Bevölkerung gesundheitlich adäquat zu versorgen.

Insgesamt zählt das Luks fünf dezentrale Angebote, zwei spitalergänzende Standorte, vier Beteiligungen mit medizinischen Angeboten wie etwa die Augenärzte Zentralschweiz AG und drei Beteiligungen ohne medizinische Angebote, beispielsweise die H-pharm GmbH.

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