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SPITALSTRASSE: Dürfen Busse bald am Stau vorbeifahren?

Vor dem Kantonsspital staut es täglich. Nun soll eine Busspur her. Mit neuer Technik könnte sogar auf eine Verbreiterung der Strasse verzichtet werden.
Raphael Gutzwiler
Die Stadt will an der Spitalstrasse eine Busspur einrichten. Im Bild: ein Bus im unteren Bereich der Spitalstrasse, Nähe St.-Karli-Schulhaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Die Stadt will an der Spitalstrasse eine Busspur einrichten. Im Bild: ein Bus im unteren Bereich der Spitalstrasse, Nähe St.-Karli-Schulhaus. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Während der Stosszeiten auf der Spitalstrasse brauchen Verkehrsteilnehmer Geduld. Auf der Strasse vor dem Luzerner Kantonsspital steht immer wieder alles still. So kann eine Busfahrt an den Bahnhof auch mal doppelt so lange dauern wie geplant.

Eine Lösung gegen das Verkehrschaos könnte eine Busspur in Richtung Kreuzstutz sein. «Im nächsten Jahr werden wir uns mit den möglichen Varianten einer Busspur auseinandersetzen», sagt Roland Koch, Bereichsleiter Verkehr im städtischen Tiefbauamt. Im Budget 2015 der Stadt sind 3,9 Millionen Franken zur Verbesserung der Spitalstrasse geplant.

VBL reagierte mit Shuttlebus

Die Stadt fasst dabei auch eine in Luzern noch unbekannte Lösung ins Auge. «Wir prüfen eine elektronische Busspur», sagt Koch. Eine solche gibt es ab Frühling 2015 an der Zuger Artherstrasse. Dort staut sich in den Hauptverkehrszeiten der Verkehr stadteinwärts. Anstatt einer «normalen» Busspur soll eine elektronische Busspur Abhilfe schaffen: Dabei wird der Stau durch Lichtsignale verlagert. So kann der Bus die stehende Kolonne auf der Gegenfahrbahn überholen. Wer wann fahren darf, wird von den Lichtsignalen geregelt.

Die VBL reagierten bereits im Sommer auf das Verkehrschaos auf der Spitalstrasse. Seit dem 2. Juni verkehren die beiden Buslinien 18 und 19 in den Stosszeiten im Kreis. Zudem fährt ein Shuttlebus zwischen Friedental und Spital. Die Erfahrungen seien positiv, sagt VBL-Mediensprecher Christian Bertschi. «Durch den Kreisverkehr und die Shuttlebusse klappt nun einiges besser.» So hat der Bus zwar immer noch keine freie Fahrt, die Fahrzeit in den Stosszeiten konnte gemäss Bertschi aber insgesamt gesenkt und dadurch die Zuverlässigkeit erhöht werden.

Im Fall einer Busspur würde der Shuttlebus wohl hinfällig, sagt Bertschi. «Dann bräuchte es diesen nicht mehr, da wir dann besser vorwärtskämen.» Allerdings verschwindet der Shuttlebus wohl sowieso: «Wenn der Seetalplatz 2016 fertig gebaut ist, wird der Shuttlebus hoffentlich nicht mehr nötig sein», so Bertschi. Aufgrund der Baustelle fahren zurzeit viele Autofahrer beim Seetalplatz über die Spitalstrasse.

Das Verkehrschaos beim Luzerner Kantonsspital bestehe aber auch nach der Seetalplatz-Baustelle weiter, sagt Christoph Zurflüh, Mediensprecher des Verkehrsverbunds Luzern. «Die Spitalstrasse ist unabhängig von der Seetalplatz-Baustelle oft von Verkehrsüberlastung betroffen.» Als Verkehrsachse sei sie aber sehr wichtig, sagt Zurflüh. Auch wegen des Kantonsspitals: «Eine zuverlässige Erschliessung des Kantonsspitals ist von hoher Bedeutung.»

Trottoir müsste weichen

Für eine Realisierung einer «normalen» Busspur müsste wohl das Trottoir auf der Nordseite weichen. Sonst wäre der Platz zu knapp. GLP-Grossstadtrat Jules Gut warnt vor dieser Massnahme. Er hatte im Mai dazu eine Interpellation an den Stadtrat eingereicht. «Das Trottoir dient vielen Kindern als Schulweg, daher soll man es nicht aufheben», sagt Gut. Dies könne nur gemacht werden, wenn ein anderer Weg verbessert würde. «Bereits jetzt gibt es Schleichwege zum Schulhaus, die von den Kindern benutzt werden. Diese müssten verbessert werden, dann ist eine Aufhebung des Trottoirs akzeptabel», findet Jules Gut. Das Trottoir auf der Südseite dürfe nicht der einzige Weg zur Schule sein, erklärt der Grossstadtrat. «Das gegenüberliegende Trottoir ist wegen parkierender Autos bei Anlieferungen auf dem Trottoir für Kinder unsicher.»

Ob das Trottoir an der Spitalstrasse überhaupt aufgehoben werden muss, ist gemäss Angaben der Stadt noch nicht klar. Diese Variante werde im Rahmen einer Vorstudie geprüft, heisst es in der schriftlichen Antwort auf die Interpellation.Raphael Gutzwiller

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