SPITALWESEN: Luzern und Nidwalden spannen zusammen

Die Kantone Luzern und Nidwalden haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Es wird eine gemeinsame Spitalversorgung bzw. eine Spitalregion Luzern/Nidwalden angestrebt.

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Chirurgen während einer Operation im Luzerner Kantonsspital. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Chirurgen während einer Operation im Luzerner Kantonsspital. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Gemäss der von beiden Regierungen verabschiedeten Absichtserklärung ist eine Ausdehnung auf weitere Kantone möglich, wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung heisst. Die stationäre Versorgung für die Bevölkerung der beiden Kantone solle eine hohe Qualität haben und möglichst wirtschaftlich erbracht werden. Um dies zu erreichen, müsse das Angebot der beiden Kantonsspitäler eng aufeinander abgestimmt sein.

Luzern übernimmt vorerst die Führung
Das Kantonsspital Nidwalden soll deshalb mit der Einführung der neuen Spitalfinanzierung (ab dem 1. Januar 2012) durch das Luzerner Kantonsspital geführt werden, wie es weiter heisst. Eine Arbeitsgruppe wird beauftragt, die in diesem Zusammenhang offenen Fragen zu prüfen und einen entsprechenden Vertrag auszuarbeiten. Spätestens nach fünf Jahren sei zu prüfen, ob die beiden Kantonsspitäler in einer gemeinsamen Firma geführt werden sollen.

Gemäss der Medienmitteilung werden die allgemeine Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und insbesondere die Einführung von SwissDRG (diagnosebezogene Fallpauschalen) auf das Jahr 2012 die Spitäler vermehrt unter Kostendruck setzen. Um die Versorgungssicherheit und Qualität in der stationären Versorgung mit vertretbaren Kosten langfristig zu gewährleisten, müssten die entsprechenden Versorgungsleistungen, Prozesse und Strukturen regional geplant und kantonsübergreifend bereitgestellt werden.

Nutzen bei angfristiger Lösung
Gemäss einer vom Regierungsrat des Kantons Nidwalden sowie dem Gesundheits- und Sozialdepartment des Kantons Luzern in Auftrag gegebenen Vorstudie könnten Nutzenpotenziale ausgeschöpft werden, wenn eine verbindliche und langfristige Lösung angestrebt wird.

Im Moment sind die beiden Gesundheitsdepartemente von Luzern und Nidwalden daran, einen neuen Projektauftrag zuhanden der beiden Kantonsregierungen im Sinne der Absichtserklärung zu entwerfen. Noch im Herbst 2009 werden die beiden Regierungen einer neuen Projektgruppe den Auftrag erteilen.

scd