Spitex-Kunden müssen 2011 mehr zahlen

Im Kanton Luzern kostet es Klienten 15.95 Franken mehr pro Tag, wenn die Spitex vorbeikommt. Dafür werden die Gemeinden mit 7 Millionen Franken entlastet.

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Ein Spitex-Mitarbeiterin im Einsatz. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ein Spitex-Mitarbeiterin im Einsatz. (Bild: Archiv Neue LZ)

Dieses Jahr noch müssen Kundinnen und Kunden der Spitex nur wenig bezahlen: Fällig werden der Selbstbehalt und die Franchise der Krankenkasse. Ab diesem Samstag tritt schweizweit die neue Pflegefinanzierung in Kraft. Der Kanton Luzern setzt diese so um, dass Spitex-Klienten pro Tag bis zu 15.95 Franken aus der eigenen Tasche berappen müssen. Pro Jahr und Person sind das bis zu 5800 Franken zusätzlich. Diese Kosten überwälzen auch die Kantone Nidwalden und Uri auf die Patienten.

Die meisten Kantone zahlen mit

Die meisten anderen Kantone beteiligen sich an einem Teil dieser Kosten - darunter Schwyz und Zug - oder übernehmen sie sogar ganz. Dominic Illi, Leiter Zentrale Dienste und Mitglied der Geschäftsleitung der Spitex Stadt Luzern, bedauert, dass der Kanton Luzern die Kostenbeteiligung der Patienten einführt. «Dies ist eine grosse Belastung», sagt er. Rücksicht auf die GemeindenDie Kostenbeteiligung beschlossen hatte das Luzerner Kantonsparlament im September mit dem Ja zum Pflegefinanzierungsgesetz. Die Alternative wäre gewesen, dass die Gemeinden die Kosten übernommen hätten - pro Jahr rund 7 Millionen Franken. Doch 2011 bringt die neue Pflegefinanzierung für die Gemeinden bereits Mehrkosten von mindestens 40 Millionen Franken für die Bewohner von Pflegeheimen, hinzu kommen bedeutsame Ausfälle durch die Steuergesetzrevision 2011.

Karin Winistörfer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.