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Nach Rochade: Neuer Vorstand der Spitex Stadt Luzern nimmt die Arbeit auf

Nachdem fast der gesamte Vorstand der Spitex Stadt Luzern ausgewechselt wurde, nimmt die neue Präsidentin nun Stellung zur Zukunft des Vereins. Über die Differenzen im alten Vorstand schweigt sie.
Beatrice Vogel

Es war ein Paukenschlag für die Spitex Stadt Luzern: Nachdem drei Vorstandsmitglieder im vergangenen Herbst ihren Rücktritt bekanntgegeben hatten, traten kurz vor der Generalversammlung des Vereins auch Präsident Urs L. Steger und Vizepräsidentin Judith Mathis-Wicki zurück. So wurde am 27. Mai der Spitex-Vorstand praktisch vollständig ausgewechselt. Neu setzt sich dieser aus Präsidentin Romana Zimmermann (Rechtsanwältin), Christoph Buerkli (Dozent und Projektleiter für Nonprofit-Management), Ida Dommen (Spezialistin Neurorehabilitation), Magdalena Fuchs (Beraterin im Gesundheitswesen), Marco Müller (Heimleiter und Grünen-Grossstadtrat) sowie Manuela Sidler (UX Interaction Design, Software-Entwicklerin) zusammen.

Romana Zimmermann, Präsidentin Spitex Stadt Luzern (Bild: PD)

Romana Zimmermann, Präsidentin Spitex Stadt Luzern (Bild: PD)

Die Rücktrittswelle gründet in «sachlichen Differenzen», wie es im Nachgang hiess. Präsident und Vizepräsidentin seien «wegen grundsätzlich unterschiedlicher Vorstellungen bezüglich Unternehmungsführung und Unternehmensentwicklung» zurückgetreten. Details wurden nicht kommuniziert. Doch wie geht es nun weiter mit der Spitex Stadt Luzern und welche Strategie verfolgt der neue Vorstand? Vereinspräsidentin Romana Zimmermann – die als einzige schon Mitglied des alten Vorstands war – nimmt Stellung.

Strategie wird weitergeführt

Da angeblich Führungs- und Entwicklungsfragen beim Zerwürfnis im alten Vorstand im Vordergrund standen, ist zu erwarten, dass der neue Vorstand eine neue Strategie anstrebt. Doch Romana Zimmermann verneint: «Der Vorstand führt die bisherige Strategie grundsätzlich weiter.» Diese sei von den unterschiedlichen Vorstellungen nicht direkt betroffen.

Seit 2018 verfolgt die Spitex Stadt Luzern die «Strategie 2025». Kernelement dieser Strategie sind selbstorganisierte Teams ohne Teamleitung. Die Mitarbeitenden sollen dadurch mehr mitbestimmen, aber auch mehr Verantwortung übernehmen. Aufgaben wie Planung, Personal oder Ausbildung werden auf mehrere Schultern innerhalb der Teams verteilt. Das Pilotprojekt mit vier Teams startete im Februar. Grund für den Systemwechsel war, dass die Teams zu gross, die Stundenzahlen zu hoch und die Gebietsaufteilung nicht optimal waren sowie Kapazitäten für Ausbildungsplätze fehlten. Angestrebt wird ausserdem eine grössere Nähe zu den Klientinnen und Klienten, indem mehr Standorte über das Stadtgebiet verteilt aufgebaut werden.

Auf die näheren Gründe der Differenzen will Zimmermann nicht eingehen, «weil sie nicht mehr bestehen und der operative Betrieb nie direkt beeinträchtigt war». Der Vorstand werde überall dort, wo die Anforderungen von Politik, Gesellschaft oder Betrieb sich verändern, die nötigen Kurskorrekturen vornehmen. «Genaueres wird im September die Klausur des Vorstands mit dem Geschäftsleitungsteam ergeben.» Wichtig sei eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung, so Zimmermann weiter, der Vorstand wolle den Betrieb unterstützen.

«Kontinuität ist gewährleistet»

Vor einigen Monaten sei im Vorstand ein Ressort-System eingeführt worden. Dadurch werde die Arbeit gleichmässiger auf die Vorstandsmitglieder verteilt, sodass diese ihre jeweiligen Kernkompetenzen besser nutzen können. «Die Ressorts werden uns ermöglichen, die Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung näher und direkter zu gestalten», sagt Zimmermann. Die Ressortzuteilung im Vorstand befinde sich noch in der Findungsphase.

Und wie wird trotz der Rochade im Vorstand die Kontinuität gewährleistet? Das Tagesgeschäft und die Zusammensetzung der Geschäftsleitung seien durch die Mutationen im Vorstand nicht betroffen, sagt Romana Zimmermann dazu. «Die Kontinuität in der Pflege und der Arbeit der Spitex-Angestellten ist daher gewährleistet.» Die neuen Vorstandsmitglieder verfügen über Erfahrung im Gesundheitswesen, aber auch in der Wirtschaft oder IT. «Ich sehe keine Gefahr für die Spitex Stadt Luzern, weil der Vorstand für einmal einen unüblich grossen personellen Wechsel verzeichnet hat», so Zimmermann.

Die Stimmung im Vorstand sei sehr gut, «an unserer ersten Vorstandssitzung haben wir uns rasch gut zusammengefunden», so Zimmermann weiter. Auch aus dem Verein habe sie positive Rückmeldungen erhalten: «Bereits an der Generalversammlung war das Vertrauen in den überwiegend neu zusammengesetzten Vorstand deutlich zu spüren.»

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