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Spitex Stadt Luzern organisiert sich neu

Die Spitex eröffnet neue Standorte in den Quartieren, die Teams arbeiten künftig ohne Teamleitung. Auch der neue Vorstand hat sich mittlerweile formiert.
Beatrice Vogel

Seit Anfang Jahr läuft bei der Spitex Stadt Luzern eine Pilotphase mit selbstorganisierten Teams. Vier Spitex-Teams arbeiten dabei ohne Teamleitung, die Mitarbeiter teilen die Verantwortung unter sich auf. «Die meisten dieser Teams wollen nicht mehr zurück, wir machen sehr gute Erfahrungen damit», sagt Tamara Renner, Geschäftsleiterin der Spitex Stadt Luzern. Deshalb hat der neue Vorstand nun entschieden, diese Strategie weiterzuverfolgen und den Gesamtbetrieb bis Ende 2021 entsprechend umzustellen.

Tamara Renner, Geschäftsleiterin Spitex Stadt Luzern. (Bild: PD)

Tamara Renner, Geschäftsleiterin Spitex Stadt Luzern. (Bild: PD)

Grund für die Reorganisation ist das starke Wachstum des ambulanten Dienstes. «Wir stellen jedes Jahr rund 25 neue Mitarbeitende an», sagt Tamara Renner. In den letzten Jahren sind die sieben Tages- und zwei Abendteams an den vier Standorten Würzenbach, Musegg, Littau und Brünigstrasse auf bis zu 35 Personen angewachsen. Die Teams seien zu gross, fand die Geschäftsleitung, sie müssen aufgeteilt werden. Doch statt neue Teamleitungen anzustellen, entschied der damalige Vorstand auf Antrag der Geschäftsleitung im vergangenen Jahr, selbstorganisierte Teams auszuprobieren. Das hat sich offenbar bewährt. «Spitex-Mitarbeiter sind immer allein unterwegs, sie können selbstständig arbeiten», sagt Renner. Aus ihrer Sicht ist das eine Investition in die Zukunft.

Romana Zimmermann, Vereinspräsidentin Spitex Stadt Luzern. (Bild: PD)

Romana Zimmermann, Vereinspräsidentin Spitex Stadt Luzern. (Bild: PD)

Umstellung nicht ohne Turbulenzen

Für die Teams bedeute das Freiheit, aber auch mehr Verantwortung. Die Jobs seien dadurch zeitgemäss und attraktiv, so Renner. Tatsächlich hat die Spitex Stadt Luzern keine Mühe, im ausgetrockneten Arbeitsmarkt Mitarbeiter zu finden.

Doch natürlich gehe die Umstellung nicht ohne Turbulenzen vonstatten, sagt die Geschäftsleiterin:

«Die Mitarbeitenden müssen lernen, Konflikte auszutragen, Entscheidungen zu treffen und sich zu organisieren.»

Zu ihrer Unterstützung gibt es die Abteilung Coaching und Entwicklung. Auch einige ehemalige Teamleiter übernehmen diesen Job. «Führungskarrieren sind bei uns nicht mehr möglich, hingegen unterstützen wir die Mitarbeitenden in ihren fachlichen Karrieren», so Renner.

Zusammenarbeit mit katholischer Kirche

Die Reorganisation bringt noch weitere Neuerungen mit sich. «Mit mehr und gleichzeitig kleineren Teams ist es uns möglich, näher an die Klientinnen und Klienten heranzukommen», sagt Tamara Renner. Dafür wurden kürzlich zwei neue Spitex-Standorte eröffnet: Im Himmelrich und im Schönbühl. Für 2020 ist ein weiterer Standort in Reussbühl geplant.

«Indem wir vermehrt in die Quartiere gehen, sind wir für die Bevölkerung präsenter und können ein engeres Betreuungsverhältnis aufbauen», erklärt Renner. Zudem seien die Wege zu den Klienten kürzer. In den Büros erhält man Beratung zum Angebot der Spitex. Im Schönbühl gibt es dafür erstmals eine Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche. «Die offene Tür wird sehr geschätzt, da es ein niederschwelliges Angebot ist», so Renner.

Vorstand gliedert sich neu in Ressorts

Ende Mai wurde der Spitex-Vorstand praktisch vollständig erneuert. Über die Differenzen, die der vorangegangenen Rücktrittswelle zugrunde liegen, wurde Stillschweigen vereinbart. Im Nachhinein sagt Tamara Renner dazu:

«Für uns war der Wechsel gut, die Zusammenarbeit mit dem Vorstand ist heute sehr partnerschaftlich und macht Freude.»

Es sei erstaunlich, wie schnell sich alles eingependelt habe. Von Vorteil sei, dass alle Vorstandsmitglieder bereits Vorwissen aus dem Gesundheitswesen mitbringen. Laut der neuen Vereinspräsidentin Romana Zimmermann ist die Stimmung auch innerhalb des Vorstand sehr gut.

Mittlerweile hat sich der Vorstand auch organisatorisch formiert. Jeweils zwei Vorstandsmitglieder sind neu für die Ressorts Finanzen und IT (Manuela Sidler und Christoph Buerkli), Unternehmensentwicklung und Kommunikation (Romana Zimmermann und Christoph Buerkli), Fachentwicklung und Qualitätsmanagement (Ida Dommen und Magdalena Fuchs) sowie Personal (Marco Müller und Manuela Sidler) zuständig. Die Ressorts entsprechen jenen der Geschäftsleitung. «Dadurch können die Vorstandsmitglieder enger mit der Geschäftsleitung zusammenarbeiten und sich vertiefter mit ihren Ressorts auseinandersetzen», so Zimmermann – und die Vorstandssitzungen werden effizienter.

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