SPORT: Auswärtige sollen mehr bezahlen

Die Gemeinden Kriens, Emmen und Luzern prüfen die Einführung eines schweizweit neuartigen Bezahlsystems für ihre Sportanlagen. Einheimische würden damit bevorzugt.

Lena Berger
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Ein Sprung ins kühle Nass: Für auswärtige Besucher des Luzerner Hallenbads auf der Allmend dürfte er bald teurer werden. (Archivbild Dominik Wunderli)

Ein Sprung ins kühle Nass: Für auswärtige Besucher des Luzerner Hallenbads auf der Allmend dürfte er bald teurer werden. (Archivbild Dominik Wunderli)

Im Hallenbad Allmend Luzern sind zwei Drittel der Gäste auswärtige Besucher. Dennoch lehnen es die umliegenden Gemeinden ab, sich am jährlichen Defizit (2013: 1,5 Millionen Franken) finanziell zu beteiligen. Die Stadt Luzern, die zusammen mit den Gemeinden Kriens und Emmen in Sachen Sportanlagen die grössten Zentrumslasten trägt, hat deshalb eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um einen gemeinsamen Einheimischen-Tarif einzuführen. Er soll bereits ab nächstem Jahr gelten.

Der Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget liess an der letzten Einwohnerratssitzung durchblicken, wie das funktionieren könnte. Im Rahmen der Beantwortung eines Vorstosses sagte er: «Die Zukunftsvision ist die Einführung einer Cash-Card.» Sie soll bargeldloses Zahlen ermöglichen und nur an Einheimische abgegeben werden. Wie viel die Einführung kosten wird, lässt Wiget noch offen. Gemäss dem Dachverband hat bislang noch kein Schweizer Hallenbad diesen Weg beschritten.