Sport profitiert von der Kultur

Die Sportvereine sollen mehr Geld aus den Billettsteuern erhalten, fordert die SVP. Das könnte zu einem Kultur-Abbau führen, befürchtet der Stadtrat.

Drucken
Teilen
Ein Konzert der «Dynamite Deluxe» in der Luzerner Schüür. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Ein Konzert der «Dynamite Deluxe» in der Luzerner Schüür. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Bei jedem sportlichen und kulturellen Anlass mit Eintritt kassiert die Stadt Luzern zehn Prozent der Einnahmen als Billettsteuern. Letztes Jahr belief sich der Betrag auf etwas mehr als fünf Millionen Franken.

Dieser Ertrag wird von der Stadt wieder ausgeschüttet. 15 Prozent gehen an den Jugendsportfonds, weitere 15 Prozent in den FUKA-Fonds. Aus letzterem werden unter anderem vergünstigt Tickets für Stadtluzerner für Konzerte und Theatervorführungen abgegeben.

Die restlichen 70 Prozent gehen in einen weiteren Fonds zur allgemeinen Förderung von Kultur und Sport. Aus diesem wird der Sportbereich mit einem Drittel, die Kultur mit zwei Dritteln unterstützt. Der mittlerweile zurückgetretene Grossstadtrat Urs Wollenmann (SVP) wollte den Verteilmechanismus zugunsten der Jugendsportförderung mittels Motion neu regeln.

Der Stadtrat winkt in seiner Antwort ab. Pro Jahr stammen nur zwischen fünf und sieben Prozent der Einnahmen aus dem Sport; 2004 etwa waren es 7, weil das Eidgenössische Schwingfest auf der Allmend stattfand. «Aus Sicht des Stadtrates ist es nur gerecht und richtig, wenn die Mittel auch stärker für kulturelle denn für sportliche Anlässe und Projekte verwendet werden. Dies zumindest, solange die Herkunft der Mittel ein so deutliches Bild zeigt», schreibt der Stadtrat in seiner Antwort.

Christian Bertschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.