SPORT-TOTO: Kanton Luzern führt «Golfartikel» ein

Noble Sportvereine erhalten keine Sport-Toto-Gelder mehr. Dies gibt Regierungsrat Anton Schwingruber in der Sendung «10vor10» vom Dienstag bekannt.

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Der Golfclub Dietschiberg hoch über Luzern. (Bild Boris Bürgisser/ Neue LZ)

Der Golfclub Dietschiberg hoch über Luzern. (Bild Boris Bürgisser/ Neue LZ)

Sportvereine, welche mehr als 1?500 Franken Jahresbeitrag verlangen, haben kein Anrecht mehr auf Beiträge aus dem Sport-Toto-Fonds, wie der verantwortliche Regierungsrat Anton Schwingruber (CVP) gegenüber «10vor10», erklärt.

Luzern reagiert damit auf die Entrüstung, welche die Vergabe eines 80?000-Franken-Beitrages an den Golfclub Luzern auf dem Dietschiberg ausgelöst hat. Der Verein hatte einen Beitrag an die Modernisierung der Anlagen beantragt. «Das kam nicht gut an. Auch ich selber war nicht begeistert, deshalb haben wir das Reglement jetzt angepasst», so Schwingruber gegenüber «10vor10».

Der Golfklub, der von seinen Mitgliedern nicht nur eine Eintrittsgebühr von 20'000 Franken sowie eine Aktienzeichnung von 20'000 Franken verlangt, sondern dazu jährlich einen Mitgliederbeitrag von 2600 Franken, verweist gegenüber «10vor10» darauf, dass sich die Golfanlage in einem bedeutenden Naherholungsgebiet Luzerns befinde und der Klub mit dem Unterhalt der durch die Anlage führenden Wanderwege und Grünanlagen durchaus eine gemeinnützige Leistung erbringe. Ausserdem bilde er 80 Junioren aus.

Die bereits gesprochenen 80'000 Franken wird der Golfklub erhalten, falls er die Auszahlung verlangt. «Das Geld ist noch nicht ausgezahlt, aber der Entscheid ist rechtsgültig. Wenn der Klub das Geld abruft, bekommt er es auch», so Schwingruber.

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Der Beitrag in der Sendung «10vor10»: