SPORTARENA ALLMEND: Das Gesamtpaket ist umstritten

Der Stadtrat verfolgt in der Allmend-Planung eine Alles-oder-nichts-Strategie. Damit stösst er bei den Parteien nicht auf eitel Freude.

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Markus Elsener, SP-Fraktionschef, kritisiert das Sportarena-Gesamtpaket. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Markus Elsener, SP-Fraktionschef, kritisiert das Sportarena-Gesamtpaket. (Bild Remo Nägeli/Neue LZ)

Die Sportarena Allmend mit Fussballstadion, Sportgebäude und zwei Wohnhochhäusern gebe es nur als Ganzes, betonte Baudirektor Kurt Bieder an einer Medienkonferenz. Das stösst einigen Stadtparlamentariern sauer auf.

Die SP vermisst den Dialog mit dem Parlament
Am härtesten wird die stadträtliche «Gesamtpaket»-Strategie von der SP kritisiert. Diese ist mit 14 Sitzen die mit Abstand stärkste Fraktion im Grossen Stadtrat. «Leider hat es der Stadtrat nicht für notwendig erachtet oder nicht geschafft, das Sportarena-Projekt mit dem Parlament in einem echten Dialog konstruktiv und partnerschaftlich zusammen zu erarbeiten», sagte auf Anfrage SP-Fraktionschef Markus Elsener.

Scharf verurteilt Elsener die Aussage «Take it or leave it» des Baudirektors: «Das ist ein Affront gegenüber dem Parlament und den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern.

SVP und CHance-21 kritisieren Bieders Ausspruch
Kein Verständnis für Bieders Ausspruch hat auch Yves Holenweger, Chef der SVP-Fraktion (8 Sitze): «Ich würde sie nicht als politisch brillant bezeichnen.» Holenweger betont: «Die SVP lässt sich vom Stadtrat nichts aufzwingen.»

Das Parlament werde «vor vollendete Tatsachen gestellt», kritisiert CHance-21-Einzelkämpfer Viktor Rüegg. «Das ohne Not geschnürte Gesamtpaket erschwert beziehungsweise verunmöglicht, eine konstruktive Mitarbeit der gewählten Volksvertreter.»

FDP und CVP können die Argumentation nachvollziehen
Ganz anders argumentiert die FDP (8 Sitze). Zwar schätzt auch ihre Fraktionschefin Laura Grüter die Chancen des Parlaments, bei der weiteren Ausgestaltung der Sportarena eine aktive Rolle spielen zu können, als «äusserst gering bis null» ein. Dennoch habe ihre Fraktion «volles Verständnis dafür», sagt Grüter. «Wer glaubt, nach diesen komplexen Verhandlungen zwischen zahlreichen Partnern Details herauspicken zu können, scheint etwas realitätsfremd», so Grüter.

Ähnlich ist die Haltung der CVP (8 Sitze). Deren Sprecher Pius Suter sagt, die Vorlage und deren Einzelbereiche seien «sehr komplex und voneinander abhängig». Es sei deshalb verständlich, dass «nicht einzelne Komponenten herausgepickt oder wesentlich verändert werden können».

Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.