SPORTARENA ALLMEND: Rote Köpfe wegen Gegner-Ballonen

Die Befürworter verurteilen die Ballon-Aktion der Gegner «aufs Schärfste». Diese lassen aber weitere steigen.

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Blick von Hochrüti auf die geplanten Hochhäuser auf der Allmend. Still aus der «Google Earth»-Animation des Gegen-Komitees. (Bild pd)

Blick von Hochrüti auf die geplanten Hochhäuser auf der Allmend. Still aus der «Google Earth»-Animation des Gegen-Komitees. (Bild pd)

Am Himmel über Luzern sind derzeit gelbe Ballone zu sehen. Zwei schweben über der Allmend, der eine auf 88, der andere auf 77 Meter. Es sind die offiziellen Ballone der Stadt, welche die Höhe der geplanten Hochhäuser auf der Allmend markieren. Zusätzlich sind an immer neuen Standorten weitere Ballone zu sehen; jene des Nein-Komitees «Allmend ohne Hochhäuser».

Ballone stiften Verwirrung
Über die inoffiziellen Ballone ist der Stadtrat verärgert. In einer Medienmitteilung schreibt er, man bedaure, dass die Gegner diese steigen liessen, «da sie für Verwirrung sorgen». Ruedi Frischknecht, Projektleiter bei der Stadt, präzisiert: «Hier wird der Eindruck erweckt, man sehe die Hochhäuser künftig an Standorten, von denen aus sie aber gar nie zu sehen sein werden. Unklar ist auch, welche Höhe diese Ballone signalisieren. Das stiftet Verwirrung. Denn nun wissen die Stimmbürger nicht mehr, von wo aus man die Hochhäuser künftig sehen wird und wo nicht.» Deshalb empfiehlt er allen, sich selber auf der Allmend anhand der offiziellen Ballone ein Bild zu machen. Frischknecht: «Nur diese beiden Ballone der Stadt neben dem Stadion sind massgebend.»

Auch beim Komitee «Ja zur Sportarena Allmend» sorgen die inoffiziellen Ballone für Unmut: «Die Stimmberechtigten werden bewusst in die Irre geführt», heisst es in einer Mitteilung. Das Ja-Komitee verurteile dieses Vorgehen «aufs Schärfste» und «appelliert an die Fairness». CVP-Grossstadtrat und Architekt Markus Mächler, Mitglied im Co-Präsidium des Ja-Komitees, kritisiert, dass die Gegner ihre Ballone an städtebaulich falschen Orten und teils sogar auf Hügeln steigen lassen würden. «Das ist natürlich eine bewusste Irreführung, denn so werden die Häuser nie zu sehen sein», sagt Mächler. Es sei falsch, alleine die Höhe der geplanten Hochhäuser zu betrachten. «Man muss auch den Kontext sehen. Diese Hochhäuser sind schliesslich bewusst für die Allmend konzipiert.» Sein Fazit zum Vorgehen der Gegner: «Das ärgert uns.»

Martin Messmer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.