SPORTARENA: Anwohner wehren sich gegen Hochhäuser

Parlaments­beschluss hin, Volksab­stimmung her: Einige Anwohner setzen alles daran, den Bau der Wohnhochhäuser auf der Allmend zu verhindern.

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Nicht alle sind glücklich über die geplanten Hochhäuser. Hier die Profile. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Nicht alle sind glücklich über die geplanten Hochhäuser. Hier die Profile. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Der Anblick ist imposant: Wenn Max Kraushaar (Name geändert) im Wohnzimmer sitzt, hat er freie Sicht auf den Pilatus. Wie lange er diese Kulisse noch geniessen kann, bleibt offen. Denn die im Zuge des geplanten Sportarena-Komplexes vorgesehenen Wohnhochhäuser würden Kraushaars Panoramasicht einschränken. Das aber akzeptiert er nicht und ist mit ein Grund, weshalb er sich zusammen mit neun anderen Parteien aus dem Gebiet Biregg gegen den Bau der 77 respektive 88 Meter hohen Gebäude zur Wehr setzt. Die Opponenten sind bereit, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, die ihnen zur Verfügung stehen.

Beispiel Hardturm
Beschreitet die Anwohnergruppe den Rechtsweg tatsächlich, dann dürften über der Luzerner Allmend dunkle Wolken aufziehen. Das Beispiel des Stadtzürcher Hardturm-Stadions (siehe Kasten) zeigt: Setzen sich Anwohner gegen ein Grossbauprojekt zur Wehr, führt das zu massiven Verzögerungen.

Konkret heisst das: Der Fall geht über den Instanzenweg rauf und möglicherweise wieder runter, vom Verwaltungsgericht hinauf zum Bundesgericht und wieder zurück. Eine schier endlose Schlaufe kommt in Gang, zermürbend für Planer, Investoren und Kläger. Noch ist es in Luzern aber noch nicht so weit.

Thomas Heer

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Sonntag in der Zentralschweiz am Sonntag.