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Sportarena im Campus Sursee öffnet erstmals ihre Türen

Anfangs März soll das 58-Millionen-Projekt im Campus Sursee in Oberkirch fertig sein. Neben einem grossen Wasserbereich gehört eine Dreifachsporthalle mit zum Bauvorhaben. Für Schulen hat man sich etwas ganz Spezielles einfallen lassen.
Ernesto Piazza
Daniel Suter, Direktor des Campus Sursee, in der Schwimmhalle der neuen Sportarena auf dem Gelände des Campus. (Bild: Pius Amrein, 30. Mai 2018)

Daniel Suter, Direktor des Campus Sursee, in der Schwimmhalle der neuen Sportarena auf dem Gelände des Campus. (Bild: Pius Amrein, 30. Mai 2018)

Wer zum Campus Sursee fährt, stellt unschwer fest: Eine beeindruckende Baustelle prägt das Gelände. In rund neun Monaten soll der ganze Komplex betriebsbereit sein. Das 58-Millionen-Projekt umfasst ein olympisches 50-Meter-Schwimmbecken, einen 25-Meter-Pool, einen Warmwasserbereich sowie einen Kinder- respektive Familienpool.

Mit zum Bauvorhaben auf 5600 Quadratmetern gehört auch eine Dreifachsporthalle. Das sich in unmittelbarer Nähe befindende, 400 Plätze umfassende Parkhaus soll zur Eröffnung ebenfalls fertig sein. Die benötigten finanziellen Mittel für die neue Sportarena investiert die Stiftung Campus Sursee. Am Sonntag öffnet sie zum ersten Mal ihre Türen, um über den Stand der Bauarbeiten und über das Betriebskonzept offiziell zu informieren.

Paukenschlag mit einem internationalen Wettkampf

Die Sportarena will sich künftig als «wichtige Lokalität für den ambitionierten Schwimmsport positionieren», sagt Daniel Suter, Direktor des Campus Sursee. Für April 2019 ist bereits der erste grosse Event terminiert. Mit dem «Multinations» gastiert der wichtigste internationale Nachwuchswettkampf im Campus. Dieser Zwölf-Nationenanlass ist neben den Junioren-Europa- und den Junioren-Weltmeisterschaften der wichtigste internationale Vergleich der Eliteschwimmer von morgen. «Die Durchführung dieses Grossanlasses gibt uns die Chance, unsere neue Sportarena wie auch die ganze Region einem breiten Publikum zu präsentieren», erklärt Betriebsleiter Mathias Hecht. Mit der neuen Anlage bekommt der Campus auf einen Schlag fünfmal soviel Wasser wie bisher. Das jetzige Hallenbad sowie die Turnhalle werden dereinst rückgebaut. Mittelfristig entstehen dort Schulungs- und Seminarräume.

«Die Durchführung dieses Grossanlasses gibt uns die Chance, unsere neue Sportarena wie auch die ganze Region einem breiten Publikum zu präsentieren.»
Mathias Hecht, Betriebsleiter

Neben dem Schweizerischen Schwimmverband als Hauptnutzer der Wasserflächen sollen auch Schulen und die gesamte nähere Umgebung von den neuen Möglichkeiten profitieren. Gerade im Bildungsbereich mit dem Lehrplan 21 und dem damit verbundenen obligatorischen Schwimmunterricht verfügen Gemeinden oft über zu wenig eigenes Wasser, um dieses Erfordernis abzudecken. «Und anstatt eigene Anlagen zu bauen, bieten wir hier mit dem sogenannten Kombiticket ein einzigartiges Angebot», sagt der Campus-Direktor. Dieses ermöglicht den Gemeinden ihre Schüler anstelle eines Busses mit dem ÖV in den Campus zu fahren. Das Billett beinhaltet den Eintritt ins Schwimmbad, die Bahnmiete und den Transport mit dem öffentlichen Verkehrsmittel vom Schulort zum Campus und wieder zurück. «Das ist in der Schweiz ziemlich einmalig», so Suter. Zusätzlich attraktiv mache dieses Angebot auch, dass der ÖV von Montag bis Freitag im Halbstundentakt verkehre. Aktuell nutzen elf Schulen diese Variante – die meisten haben sich für das ÖV-Kombiticket entschieden.

Zudem bietet der Campus Sursee «rent a swim instructor» an. Hier unterstützt und begleitet das Schwimmpersonal der hauseigenen Schwimmschule, unter der Leitung des Olympiatrainers Adam Thoroczkay, den Unterricht. Neben privaten Gästen können auch Schwimmvereine und wassernahe Sportverbände wie die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SRLG) die Anlage für ihre Aktivitäten nutzen. Noch hätten sie bei den Buchungen keine Kapazitätsengpässe, sagt ein schmunzelnder Daniel Suter. «Ein erster richtiger Prüfstein wird wohl der ‹Multinations› sein.» Für Grossanlässe stehen den Zuschauern auch 750 Tribünenplätze zur Verfügung.

Hartbelag – speziell für Rollstuhlsportler geeignet

Mit dem neuen Parkhaus findet der Campus für ein weiteres Bedürfnis eine Lösung. Bereits per 1. Januar 2014 wurde ein gleiches Bauvorhaben mit 400 Plätze realisiert. Damit stehen Gästen und Mitarbeitern rund 1100 Felder zur Verfügung. Mit dem aktuellen Neubau «entrümpeln und substituieren wir auch die Oberflächenparkplätze und optimieren dadurch den Nutzen auf den Nutzungsflächen», so Suter.

Ein interessantes Detail ist, dass der Boden der Dreifachhalle mit einem Hartbelag aus Eiche ausgestattet wird. Dieser ist vor allem für Ballsportarten geeignet. Speziell erwähnt Suter die Eignung für konventionelle wie auch Elektro-Rollstühle. Mit dem Schweizerischen Paraplegikerzentrum in Nottwil pflegten sie sowieso eine gute Zusammenarbeit. Gegenseitig breche man Spitzen, auch bei der Auslastung von Hotellerie und Gastronomie. In diesem Zusammenhang sagt Suter: «Während andere Städte ein Hotel zu den Sportanlagen bauen, erstellen wir zu Unterkunft und Verpflegung die Sportinfrastruktur.» Und weiter erklärt er: «Regierungsrat Guido Graf hat mal gesagt: Der Campus Sursee soll das Magglingen der Zentralschweiz werden.»

Tag der offenen Tür: Am Sonntag zwischen 11 bis 16 Uhr gibt es stündlich eine Baustellenführung. Die Führungen um 11 und 12 Uhr sind bereits ausgebucht. Anmeldung und Infos unter: www.campus-sursee.ch

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