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Sportfest: «Während drei Tagen nur Highlights»

Viel Sport mit 3000 Athleten, rauschende Party im Festzelt und eine Ansprache von Bundesrat Ueli Maurer: Fünf Gemeinden im Luzerner Hinterland rüsten sich für einen dreitägigen Grossanlass – das 21. Sportfest der Sportunion Schweiz
Stephan Santschi
Bauchef Fabian Dubach (links) und der OK-Präsident des Sportfestes der Sportunion André Aregger besprechen den Aufbau des Festgeländes in Zell.Bild: (Pius Amrein / LZ)

Bauchef Fabian Dubach (links) und der OK-Präsident des Sportfestes der Sportunion André Aregger besprechen den Aufbau des Festgeländes in Zell.

Bild: (Pius Amrein / LZ)

Die grüne Welle schwappt über das Luzerner Hinterland. Unter diesen Slogan könnte das 21. Sportfest der Sportunion Schweiz gestellt werden. Vom kommenden Freitag bis Sonntag sind Zell, Ufhusen, Altbüron, Luthern und Willisau Schauplatz des Megaevents, zu dem rund 3000 Athleten erwartet werden. In den vergangenen Jahren traten die Luzerner Hinterländer mit einheitlich grünen T-Shirts an Teilverbandsfesten auf, um für den eigenen Anlass zu werben. «Solche Veranstaltungen mit nationaler Ausstrahlung müssen nicht zwingend immer in grossen Städten oder deren Agglomerationen stattfinden», sagt OK-Präsident André Aregger: «Wir möchten zeigen, dass wir auch auf der Landschaft fähig sind, ein nachhaltiges Fest zu organisieren. Deshalb gehen wir damit auf die grüne Wiese.»

Die Trägerschaft übernehmen fünf Turnvereine aus Ufhusen, Luthern und Grossdietwil, das Budget beträgt rund 800000 Franken, es stehen rund 800 Helfer im Einsatz. Da vieles unter freiem Himmel stattfindet, muss einiges gebaut werden. «Festzelte beispielsweise. Oder Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser», sagt Aregger und liefert zur Veranschaulichung Zahlen: 2500 Meter Elektrokabel, 4900 Quadratmeter Festzeltfläche, 20 regionale Lieferanten, 1700 Nachtessen, 8000 Liter Bier.

Luzerner Hinterland hofft auf Tourismusschub

Die grösste Herausforderung neben der Infrastruktur sei die Logistik, weil das Sportfest dezentral auf fünf Ortschaften verteilt wird. Die Sektionswettkämpfe und das Akrobatikturnen finden in Altbüron statt, das Nationalturnen in Ufhusen, das Bewegungsfest in Luthern und die Spiele (Netzball, Unihockey, Faustball, Volleyball) in Willisau.

Der Wahlmehrkampf und das Festgelände mit dem grossen Zeltplatz für den Grossteil der Übernachtenden finden sich derweil in Zell. «Den Transport von hier nach dort stellen wir mit Shuttlebussen sicher», sagt André Aregger.

Was als Schnapsidee unter Turnern an einer Bar entstand, entwickelte sich in den letzten zweieinhalb Jahren zu einem Grossprojekt, an dem sich die ganze Region beteiligt. Für die Zukunft erhofft man sich davon auch einen Werbeeffekt. «Das Sportfest ist ein bedeutendes, regionales Gemeinschaftswerk, das uns die Gelegenheit bietet, unsere schöne Region einem grossen Sportler- und Besucherkreis zu präsentieren», betont Markus Tremp, Gemeindepräsident von Zell. Und sein Amtskollege aus Grossdietwil, Dietmar Frei, sagt: «Wir schlugen uns hier schon immer mit Identifikationsproblemen herum. In Zürich kennen sie das Entlebuch, wissen aber nicht, wo das Luzerner Hinterland liegt. Wir unternahmen in der Vergangenheit einige Anstrengungen, um dies zu ändern. Richtig geklappt hat es aber nie, weil wir nicht geeint aufgetreten sind.»

Im Vorfeld des Sportfests tönt das ganz anders: Überall schwärmen sie von der effizienten und harmonischen Zusammenarbeit zwischen den Turnvereinen und den Gemeinden. «Es ist schön mitanzusehen, wie Menschen gemeinsam eine grosse Last auf sich nehmen, die sich vorher nicht oder nur flüchtig gekannt haben», erzählt Claudia Bernet-Bättig, Gemeindepräsidentin von Ufhusen. Und OK-Vorsteher André Aregger, im Berufsleben als Gemeindeschreiber in Ufhusen angestellt, hält fest: «Es sind Freundschaften entstanden, im Verlauf der Vorbereitungsarbeiten kam sogar das Gefühl auf, dass man gemeinsam durch dick und dünn geht.»

Gemeindepräsident auf WC-Tour

Und so passt es ins Bild, dass auch Regionalpolitiker selber Hand anlegen. «Meine Frau, meine drei Töchter und ich selber stehen im Einsatz. Nur der sechsjährige Junior ist dafür noch zu klein», erzählt Alois Huber, Gemeindepräsident von Luthern.

Was steht auf seinem Einteilungsplan? «Unter anderem zügle ich Matratzen in die Schlaflager und gehe auf WC-Tour.» Huber, seines Zeichens Ehrenmitglied im TV Luthern, kann sich noch gut an sein erstes Schweizer Sportfest erinnern. «Es war 1986 in Frauenfeld. Wir hatten erstmals die Gelegenheit, mit Kollegen fortzugehen. Ich habe jedes Detail vor Augen, als wäre es gestern gewesen.» Der Mix aus Anspannung, Wettkampf und Lockerheit im Festzelt sei aussergewöhnlich gewesen.

Bundesrat Ueli Maurer mit unkomplizierter Zusage

Zwischen Freitag und Sonntag gebe es für ihn daher keinen Moment, auf den er sich besonders freue, «während diesen drei Tagen gibt es nur Highlights», so Huber. Als krönender Abschluss während des Festakts am Sonntags darf aber die Rede von Bundesrat Ueli Maurer erwähnt werden. «Anfrage per Mail, provisorische Zusage und anschliessende Bestätigung – das ging erstaunlich unkompliziert», verrät OK-Präsident André Aregger die Kontaktaufnahme mit dem stellvertretenden Sportminister. Spielt auch das Wetter mit, steht einem grossen Turn- und Volksfest im Luzerner Hinterland nichts im Weg.

Mehr Informationen gibt es unter www.sportfest18.ch

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