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570 Schüler springen am Sporttag um die Wette

Kinder aus dem ganzen Kanton haben sich gestern in Emmenbrücke in Leichtathletik-Disziplinen gemessen. Den grössten Anklang fand aber ein kurioses Fussballspiel.
Niels Jost
Der Wolhuser Sechstklässler Livio (12) beim Weitsprung. (Bild: Pius Amrein (Emmen, 26. September 2017))

Der Wolhuser Sechstklässler Livio (12) beim Weitsprung. (Bild: Pius Amrein (Emmen, 26. September 2017))

Niels Jost

niels.jost@luzernerzeitung.ch

Die Startnummer sitzt, der Blick ist fokussiert, der Körper angespannt. Livio (12) aus Wolhusen setzt auf der roten Weitsprunganlage auf dem Sportplatz Gersag in Emmenbrücke zum Sprint an – und erreicht seine persönliche Bestmarke: 4,02 Meter weit springt er in den Sand. «Letztes Jahr bin ich noch 3,90 Meter weit gesprungen», freut sich der Sechstklässler über seine Leistungssteigerung. Eigentlich sei Fussball sein Hobby, doch am kantonalen Schulsporttag gebe er auch im Weitsprung alles. Und das offensichtlich erfolgreich, die Hoffnung auf eine der begehrten Medaillen hält er mit seinem Sprung aufrecht (siehe Hinweis).

Vier Disziplinen werden am kantonalen Sporttag angeboten. Neben Weitsprung auch einen 60-Meter-Sprint, Ballweitwurf und einen Orientierungslauf. Gut 570 Kinder und Jugendliche der 5. bis 9. Klasse haben sich dieses Jahr angemeldet. Das sind bei weitem nicht so viele Teilnehmer wie letztes Jahr. Mit 930 Schülern war 2016 ein absolutes Rekordjahr, erklärt Philipp Wermelinger, Beauftragter für Sport und Bewegung beim Kanton Luzern. «Der letztjährige Austragungsort Schüpfheim hatte das ganze Entlebuch angelockt», sagt er. Um alle Regionen zu berücksichtigen, wird der kantonale Schulsporttag immer an einem anderen Ort ausgetragen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Das Ziel: «Wir wollen die Kinder für den Sport begeistern und ihnen ein Treffen mit anderen Schülern ermöglichen», sagt Wermelinger und betont: «Der Spass steht im Vordergrund, nicht die Leistung.»

Diese Botschaft scheint auch bei den Kindern angekommen zu sein. Überall sind strahlende Gesichter zu sehen, die grossen 3.-Sek-Schüler spielen mit den kleinen 5.-Klässlern der Primar, ohne Raufereien. «Ich will den ganzen Tag Spass haben», sagt etwa Jessica (13) aus Buttisholz. «Cool ist natürlich auch, dass wir heute keine Schule haben», fügt sie mit einem verschmitzen Lächeln an. Freude am Sport haben auch die 5.-Klässler aus Escholzmatt, die in der Früh mit dem Car nach Emmenbrücke chauffiert wurden. «Beim Sprint habe ich Vollgas gegeben, bis zum Schluss», erzählt Tim (10) stolz.

Neben dem ganzen Zeit- und Distanzmessen sorgten gestern fünf trendige Spiele für eine willkommene Abwechslung. Zum ersten Mal angeboten wurden Kubb, ein Wurfspiel mit Holzstäben, Yoga – und Bubble Soccer. Dabei schlüpften die Kinder mit dem ganzen Oberkörper in einen aufgeblasenen Plastikball und spielten Fussball (siehe Video-Hinweis am Schluss). Viele Tore hat es allerdings nicht gegeben; die Kinder beschäftigten sich viel lieber damit, aufeinander loszurennen und sich so einen Bodycheck zu verpassen – wie beim Eishockey, nur ohne Schmerzen.

Asylsuchende helfen mit

Auffallend war ebenso, dass bei allen Disziplinen viele Helfer zugegen waren, welche die Schüler und ihre Lehrer in die jeweilige Sportart einführten. 90 Personen standen im Einsatz. Neben Studenten der Pädagogischen Hochschule Luzern, welche den Anlass mitorganisiert hat, auch Senioren verschiedener Vereine und Asylsuchende. Philipp Wermelinger von der Sportförderung freute sich: «Dank diesen Freiwilligen konnte der Sporttag reibungslos über die Bühne gehen.»

Hinweis

Alle Ranglisten finden Sie unter www.sport.lu.ch

www.

Ein Video vom kantonalen Schulsporttag finden Sie unter: luzernerzeitung.ch/video

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