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Sportzentrum Würzenbach bleibt erhalten – zumindest vorerst

Die Anlage in der Stadt Luzern kommt in die Jahre. Und nächstes Jahr läuft der Baurechtsvertrag mit der Betreiberin aus. Dennoch soll das Sportzentrum vorerst weitergeführt werden. Doch langfristig droht der Abriss.
Stefan Dähler
Das Sportcenter Würzenbach. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 21. Juni 2016)

Das Sportcenter Würzenbach. (Bild: Eveline Beerkircher, Luzern, 21. Juni 2016)

40 Jahre ist es her, seitdem die Sportanlage Würzenbach mit Turnhallen, Tennisplätzen und Restaurant eröffnet wurde. Ergänzt wurde diese 1990 durch eine Squash-Anlage. Hierfür wurde der Squash Hallen Lindenfeld AG ein Baurecht auf einer Teilfläche für einen Anbau eingeräumt. Nun steht eine Weichenstellung an: In knapp einem Jahr, per Ende August 2020, läuft der Baurechtsvertrag aus. Dieser wird nicht verlängert.

«Auch der Baurechtnehmer wünscht keinen neuen Vertrag», sagt Bruno Weishaupt auf Anfrage. Er ist Verwaltungsratspräsident der Eigentümerin, der Sportanlagen Würzenbach AG. Die Anlage geht wieder in deren Hände über und wird durch diese weitergeführt. Die AG gehört zu 65 Prozent der Stadt und zu 21 Prozent dem Kanton Luzern. Der Rest der Aktien verteilt sich auf Private.

Areal wurde umgezont

In den letzten Jahren gab es Spekulationen, dass die in die Jahre gekommene Sportanlage nach Ablauf des Baurechts einer Wohnüberbauung weichen muss. Schliesslich wurde das Areal 2014 im Rahmen der Revision der Bau- und Zonenordnung von der Zone für Sport und Freizeit einer Wohn- und Geschäftszone zugeteilt. Der Sportbetrieb werde aber weiterhin aufrechterhalten, sagt Weishaupt. Grössere Änderungen seien nicht geplant. Vorerst werde die Anlage noch acht bis zehn Jahre in Betrieb bleiben, sofern es zu keinen unerwarteten grossen Auslagen kommt. Aber, so Weishaupt:

«Die Anlage ist in die Jahre gekommen und die Infrastruktur ist weit entfernt von heutigen Standards.»

Ein Beispiel sei die schlechte Isolation, die einen hohen Energieverbrauch zur Folge habe. «Eine neue Isolation ist aus statischen Gründen nicht möglich, die Halle würde das Gewicht nicht tragen.» Zudem: «Unser Umsatz beläuft sich auf rund eine Million Franken pro Jahr. Damit können wir unsere Betriebs- und Unterhaltskosten decken, aber schreiben keinen Gewinn. Investitionen in die Anlage könnte die AG nicht finanzieren», so Weishaupt. Eine Dividende habe man nie ausbezahlt.

Wie es langfristig weitergeht, müssten daher die Aktionäre entscheiden – besonders die Stadt Luzern. Klar ist: Für eine neue Sportanlage müsste das Areal wieder umgezont werden – in der Wohn- und Geschäftszone wäre eine solche nicht mehr möglich. Rosie Bitterli Mucha, Chefin Kultur und Sport der Stadt, schreibt auf Anfrage:

«Der Umzonungsentscheid 2014 gibt gewisse Hinweise, in welche Richtung es gehen könnte.»

Ein Entscheid sei noch nicht gefallen. «Derzeit besteht die Absicht, das Sportzentrum weiter zu betreiben, so lange als möglich», so Bitterli, die im Verwaltungsrat der Sportanlagen Würzenbach AG sitzt.

Auch beim kantonalen Finanzdepartement heisst es auf Anfrage, dass noch kein Entscheid gefallen ist. Man sei betreffend der Sporthalle seit einiger Zeit «im guten Dialog mit der Stadt Luzern», teilt Departementssekretär Heinz Bösch mit. Der Schlussentscheid liege aber letztendlich bei der Stadt Luzern als Mehrheitsaktionärin.

Das Würzenbach-Zentrum ist übrigens nicht die einzige Sportanlage in der Stadt, deren längerfristige Zukunft ungewiss ist. Beim Eiszentrum im Tribschen werden gegen 2035 grössere bauliche Massnahmen nötig. Auch dort ist offen, ob das Sportangebot erhalten bleibt.

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