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Sprungbretter geschlossen: Trockenheit fordert Luzerner Badis

Die Luzerner Badis haben wegen des heissen und sonnigen Wetters alle Hände voll zu tun. Nicht nur weil die Gäste zahlreich erscheinen.
Lucien Rahm
Der Sprung ins kühle Nass ist im Strandbad Sursee derzeit nur vom Vier-Meter-Sprungbrett möglich. Die anderen Sprungbretter sind wegen des tiefen Wasserstands gesperrt. (Bild: Pius Amrein, 16. Juni 2013)

Der Sprung ins kühle Nass ist im Strandbad Sursee derzeit nur vom Vier-Meter-Sprungbrett möglich. Die anderen Sprungbretter sind wegen des tiefen Wasserstands gesperrt. (Bild: Pius Amrein, 16. Juni 2013)

«Momentan erinnert die Saison an den Jahrhundertsommer von 2003», sagt René Bühlmann. In seinem Strandbad in Sursee verzeichnet der Badmeister aufgrund des «super Sommers» momentan hohe Eintrittszahlen. Täglich sind es 1000 bis 2000 Gäste. «Die Kasse stimmt», sagt René Bühlmann. Doch die Trockenheit, die mit der derzeitigen Hitze einhergeht, hat nicht nur positive Folgen für den Badebetrieb. Der Wasserstand des Sempachersees sei sehr tief. «Das Ein- und das Zweimetersprungbrett mussten wir aus Sicherheitsgründen schliessen», sagt Bühlmann. Geöffnet ist nur das Viermeterbrett, welches aufgrund seiner Position noch über ausreichend tiefem Wasser schwebt. In den 16 Jahren, in denen er als Badmeister tätig ist, habe er erst zweimal erlebt, dass der Seepegel aufgrund der Hitze derart gesunken ist wie dieses Jahr. Das andere Mal war im Rekordsommer 2003.

Im Freibad Willisau stellt das aktuelle Wetter ebenfalls eine Herausforderung dar. Derzeit wird das zugehörige Hallenbad saniert. Da jetzt aufgrund der vielen Gäste auch im Freibad mehr Aufwand anfalle, sei es «eine Challenge, genügend Personal aufbieten zu können», sagt Betriebsleiter Joe Bossert. Ansonsten freue man sich aber über die «tollen Frequenzen».

«Wir arbeiten durchgehend ohne grosse Pausen.»

Auch in der Seebadi Baldegg sorgt das Wetter für viele Eintritte, schätzungsweise 1500 bis 2000 pro Tag. «Wir arbeiten durchgehend ohne grosse Pausen», sagt Gabi Hefti, Co-Geschäftsführerin des Bades am Baldeggersee. Ihr wäre es recht, wenn es zwischendurch auch einmal regnen würde, «um zu einer kurzen Verschnaufpause zu kommen». Dennoch sei es für ihren Betrieb einfacher, wenn es durchgehend schön ist, als wenn das Wetter täglich variieren würde. Dass der Rasen nun mehr bewässert werden muss, darauf sei man vorbereitet gewesen.

Liegewiesen werden nur zurückhaltend bewässert

Gefordert ist man angesichts des sonst sonnigen Wetters ebenso in der Badi Nebikon. Insbesondere die Rosenbeete würden eine intensive Bewässerung erfordern, sagt Chefbadmeister Hubert Frei. Auch er hätte nichts gegen ein bisschen Regen. Nebst den Rosen widmet sich der Unterhalt der grösseren Spielwiese, welche das Areal umfasst. Bei gewissen Liegewiesen würde man aber auf ein Bewässern verzichten. «Wir möchten mit dem Wasser haushälterisch umgehen.» Die etwas verfärbten Stellen im Rasen, die so teilweise entstehen, würden die Gäste aber nicht gross stören.

Von einer Beobachtung, die künftig noch zu Problemen führen könnte, berichtet der Surseer Badmeister Bühlmann. Über das Strandbad in Sursee seien in dieser Saison bereits zwei Kameradrohnen geflogen. Solche seien aus Datenschutz- und aus Sicherheitsgründen bedenklich über einer Badi. Die Piloten, die er nach kurzer Suche habe ausfindig machen können, hätten auf seine Bitte nach Rücksichtnahme verständnisvoll reagiert. Es sei zu hoffen, dass die Drohnen in Zukunft nicht vermehrt Badis überfliegen werden. «Ansonsten müsste man auch im Zusammenhang mit Bädern strengere Regeln erlassen.»

Badis bislang zufrieden mit aktueller Saison

«Wir erleben derzeit tolle Frequenzen», sagt der Betriebsleiter des Freibads Willisau, Joe Bossert. Auch dank den Sportlagern, die in der Badi einkehren würden, sei sie gut besucht. In den Monaten Mai und Juni habe es noch anders ausgesehen. «Dort hatten wir zu viel Wind und zu wenig Sonne.» Die aktuelle Situation mache das aber wett.

1500-2000 Besucher verzeichnet derzeit das Seebad Baldegg. An einem Sonntag können es bis zu 3000 sein. Auch Mai und Juni seien bereits erfreulich gelaufen, sagt Co-Geschäftsführerin Gabi Hefti. Gar Gäste aus anderen Teilen der Schweiz würden häufig den Weg in ihre Badi finden. Hefti führt die Attraktivität ihrer Badi unter anderem auf den naturgeschützten Baldeggersee zurück, auf dem keine Schiffe fahren.

Harziger Start in die Badi-Saison

In der Rotsee-Badi in Ebikon spricht man zwar auch von einem «super Sommer». Doch laufe der Betrieb noch nicht so hochtourig, wie zu anderen Zeiten, sagt Badmeister Patrick Widmer. Da die Temperaturen bisher noch nicht oft über 30 Grad kletterten, könnten die Leute auch noch anderen Sommeraktivitäten nachgehen, vermutet er. Bis zu 1200 Personen hätten in der Rotsee-Badi Platz.

«Zu Beginn der Saison hatten wir wegen des gewittrigen Wetters nicht so viele Leute», sagt Marcel Wiesler, Geschäftsleiter des Strandbads Lido in Luzern. Seit letzter Woche laufe es jedoch super. Pro Saison verzeichnet das Strandbad ungefähr 100'000 Eintritte. Darauf hofft Wiesler auch dieses Jahr. Unter der Woche zählt er täglich etwa 2000 bis 2500 Gäste, an Wochenenden können es bis zu 4500 pro Tag sein.

In der Badi Nebikon hatte man auch mit dem Mai zu kämpfen. «Das instabile Wetter haben wir gespürt», sagt Chefbadmeister Hubert Frei. Momentan sei man aber zufrieden mit der Entwicklung. Lediglich die Biswinde, die manchmal herrschen würden, wirkten auf die Gäste teilweise abschreckend. (lur)

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