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ST. ANNA: Baustart für Alterszentrum steht an

Im ehemaligen Luzerner Villenquartier sind mehrere grosse Projekte geplant. Anwohner befürchten mehr Verkehr und weniger Wohnqualität.
Sandra Monika Ziegler
Das Pflegeheim St. Raphael (ockerfarben) und das Marienhaus werden im Sommer abgerissen. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 26. Februar 2018))

Das Pflegeheim St. Raphael (ockerfarben) und das Marienhaus werden im Sommer abgerissen. (Bild: Eveline Beerkircher (Luzern, 26. Februar 2018))

Im St.-Anna-Quartier herrscht seit geraumer Zeit dickere Luft als auch schon. Grund dafür sind drei geplante Grossbaustellen dreier Bauherren: ein neues Alterszentrum der Stiftung St. Anna, die Um- und Neubauten der Hirslanden Klinik sowie der Neubau der Orthopädischen Klinik Luzern (OKL).

Letzterer verzögert sich. Denn die Aufhebung der Baubewilligung durch das Luzerner Kantonsgericht wurde von der OKL nicht akzeptiert. Die Klinik hat das Urteil an das Bundesgericht weitergezogen. Und wartet jetzt auf dessen Urteil.

Logistik neu organisiert

Übrigens ist es nicht das erste Mal, dass sich das Bundesgericht mit dem Bauvorhaben beschäftigt. Bereits vor drei Jahren hatte die Stadt Luzern den Gestaltungsplan zu Unrecht in vollem Umfang aufgehoben (Ausgabe vom 24. Dezember 2017).

Der Bundesgerichtsentscheid betrifft jedoch nicht das geplante Alterszentrum St. Anna. Bernadette Schaller-Kurmann, Geschäftsführerin Stiftung St. Anna, bestätigt, dass es mit diesem plangemäss vorwärtsgehe. Nur die Logistik der drei Projekte musste neu organisiert werden. Denn anfangs war geplant, für alle drei Baustellen Synergien zu schaffen.

Schaller-Kurmann: «Wir haben unsere Baustellenlogistik anpassen müssen. Mit dem Wendeplatz über unserer Kapelle haben wir nun eine sehr gute Lösung gefunden, was positive Reaktionen bei den Nachbarn auslöste.» An der Liegenschaft Rigistrasse 50/52 wird vorübergehend ein Esszimmer für die Schwestern angebaut. Das wird nach Fertigstellung des Alterszentrums wieder zurückgebaut.

Der Abriss der beiden Häuser St. Raphael und Marienhaus erfolgt dann im kommenden Sommer. Während der Bauzeit werden die Schwestern in ein Provisorium nach Ebikon umziehen.

Nachbarschaftsrat soll es richten

Damit bei den drei Projekten die Anwohner einbezogen werden, wurde ein Nachbarschaftsrat gebildet. Er soll die Information sichern und sucht Lösungen für die Anliegen von Bauherrschaft und Nachbarn. Der Rat tagt mindestens viermal pro Jahr. Als Mediator waltet der ehemalige Baudirektor Kurt Bieder. Der nächste Infoanlass findet im April statt. Dann wird über den Umzug der Schwestern, die Bauvorbereitungen und den Baustart informiert.

Doch zum OKL-Bau bestehen schon jetzt offene Fragen. So hat eine Anwohnerin «gröbere» Bedenken bezüglich des zu erwartenden Mehrverkehrs. Sie hat Angst, dass sich das einstige Villenquartier zu einer «Industriezone» verwandelt. Letzten November wendete sie sich deshalb an die Stadt und wollte wissen, warum die Zufahrt für den geplanten Klinikneubau über die enge Brunnhalde und Tivolistrasse führt und nicht wie beim aktuellen Anbau durch die Rigistrasse. Eine Antwort blieb bisher aus.

Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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