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ST. ERHARD: Naturschutzverbände kämpfen gegen neuen Schulpavillon

Wegen des geplanten Schulpavillons sind Naturverbände ans Kantonsgericht gelangt. Die hängige Beschwerde kostet die Gemeinde Zeit und Geld.
Evelyne Fischer

Die Sache ist verzwickt: Mit dem Ja zum 1,25-Millionen-Sonderkredit ebneten die Stimmbürger der Gemeinde Knutwil letzten Juni den Weg für den neuen Pavillon im Ortsteil St. Erhard.

Ein grosser Stolperstein bremst die Schulraumplanung nun aber aus: Die beiden Naturschutzverbände Pro Natura und Birdlife haben Einwände gegen den Standort. Eine Ecke des Schulpavillons würde eine Sickermulde überragen. Während die Gemeinde von einem Rückhaltebecken spricht, ist bei den Naturschützern von einem Weiher mit wertvollem Lebensraum die Re­de. Da der Gemeinderat die Beschwerde mangels Klagelegitimation abgelehnt hat, gelangten die Verbände ans Kantonsgericht (Ausgabe vom 24. November 2016).

Gemeinde wartet auf Vorentscheid

So viel vorab: Ein Vorentscheid über die aufschiebende Wirkung der Beschwerde ist noch immer pendent. Würde das Gericht diese erteilen, könnte die Baube­willigung nicht rechtskräftig werden, ehe ein Entscheid über die Beschwerde vorliegt. Wie die Gemeinde auf ihrer Website schreibt, hat der hängige Zwischenentscheid Folgen: «Die Verzögerung behindert einerseits die weitere Planung der Schulräumlichkeiten für das nächste Schuljahr, andererseits entstehen der Gemeinde durch die Zwischenlagerung erhebliche Mehrkosten.» Rund 3000 Franken monatlich blättert St. Erhard derzeit für den Schulpavillon hin, der in Einzelteile zerlegt auf einem Kiesparkplatz deponiert ist.

«Die Schulräume sind bereits heute knapp. Der Pavillon, der für drei Klassen ausgelegt ist, hätte Ausweichmöglichkeiten geboten», sagt Gemeindeschreiber Hanspeter Rinert, Geschäftsführer von Knutwil. Ab dem Schuljahr 2018/19 komme eine zusätzliche Klasse hinzu, zwei Jahre später eine weitere. «Ohne den Pavillon wird die Situation prekär.» Nach wie vor verfüge die Gemeinde über keinen Plan B. «Wir sind überzeugt, dass dieser Pavillon die beste Lösung ist und wir uns im Recht befinden.» Wie lange würde dieser in Betrieb sein? «So lange wie möglich und nötig», sagt Rinert.

Evelyne Fischer

evelyne.fischer@luzernerzeitung.ch

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