ST. URBAN: Neubau mit 100 Betten für 36 Millionen Franken

Die Luzerner Psychiatrie realisiert in St. Urban für 36 Millionen Franken einen Neubau. Bis Ende 2018 sollen die neuen Klinikräume mit 100 Betten stehen.

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So sieht der geplante Neubau in St. Urban aus. (Bild: Visualisierung PD)

So sieht der geplante Neubau in St. Urban aus. (Bild: Visualisierung PD)

Als Ersatz für das «Haus C» baut die Luzerner Psychiatrie (Lups) auf dem Klinikareal in St. Urban einen Neubau mit 100 Ein- und Zweibettzimmern. Der Bau soll drei Stationen für die Alterspsychiatrie, eine Spezialstation für affektive Störungen sowie eine neue Psychotherapiestation beherbergen (siehe Box).

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 36,25 Millionen Franken, wie die Luzerner Psychiatrie mitteilt. Das bestehende Gebäude genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr. Mit dem Neubau könne ein bedeutender Entwicklungschritt für eine bedarfsgerechte und zeitgemässe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung realisiert werden.

Das Gebäude wird in der Nähe der historischen Klosteranlage zu stehen kommen. Der Altbau wird im Juli abgerissen. Die eigentlichen Bauarbeiten beginnen mit dem Spatenstich Ende August. Verlaufen die Arbeiten planmässig, kann das Gebäude Ende 2018 bezogen werden.

Fünf Stationen

Alterspsychiatrie (60 Plätze)

Zwei der drei alterspsychiatrischen Stationen sind Akutstationen. Davon ist eine auf Demenz und die andere auf funktionelle Störungen spezialisiert. Auf dieser werden ältere Patienten mit Depressionen, Angst- oder Suchterkrankungen behandelt. Die dritte Station steht für die spezialisierte Langzeitpflege zur Verfügung. Pflegebedürftige Patienten, die aufgrund ihrer psychiatrischen Grunderkrankung oder aufgrund eines ausgeprägten selbst- oder fremdaggressiven Verhaltens nicht in einem herkömmlichen Alters- oder Pflegezentrum Aufnahme finden, werden hier behandelt.

Spezialstation für affektive Störungen (20 Plätze)

Auf der Station für affektive Störungen steht Menschen mit Depressionen, Erschöpfungssyndromen und Burnouterkrankungen ein spezialisiertes Behandlungsangebot zur Verfügung.

Psychotherapiestation (20 Plätze)

Der Kanton Luzern eröffnet die erste eigene Psychotherapiestation. Bisher mussten sich Patienten auswärts behandeln lassen. Lange Wege und oft lange Wartefristen mussten dabei in Kauf genommen werden. Auf der neuen Station werden Menschen mit Persönlichkeitsstörungen (vor allem Borderline-Persönlichkeitsstörungen), schweren posttraumatischen Belastungs- oder Schmerzstörungen behandelt.

Der Bau

Der Neubau sieht zwei versetzte quadratische Baukörper mit zwei und drei Geschossen samt Terrassen vor. Alle Stationen sind vom Haupttreppenhaus mit einem Lift erschlossen. Im Zentrum jeder Station ist ein offener Wohnbereich geplant. Ein separater Demenzgarten lädt Patienten zum Verweilen ein.

pd/rem

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 36,25 Millionen Franken. (Bild: Visualisierung PD)

Das Investitionsvolumen beläuft sich auf 36,25 Millionen Franken. (Bild: Visualisierung PD)

Blick in ein Patientenzimmer (Bild: Visualisierung PD)

Blick in ein Patientenzimmer (Bild: Visualisierung PD)

Blick in den Innenhof. (Bild: Visualisierung PD)

Blick in den Innenhof. (Bild: Visualisierung PD)

Die heutige Klinik der Psychiatrie St. Urban (Bild: Visualisierung PD)

Die heutige Klinik der Psychiatrie St. Urban (Bild: Visualisierung PD)