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ST. URBAN: Siegerprojekt für den Neubau des Wohnheims Sonnegarte steht fest

Das Wohnheim Sonnegarte ist zu klein, die Infrastruktur veraltet. Nun soll für gut 32 Millionen Franken ein Neubau entstehen und damit der Betrieb zentralisiert werden.
Visualisierung des Neubaus vom Wohnheim Sonnegarte. (Bild: PD)

Visualisierung des Neubaus vom Wohnheim Sonnegarte. (Bild: PD)

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

«Dieses Projekt ist ein Herzenswunsch von mir», sagte Regierungspräsident Guido Graf an der gestrigen Medienkonferenz in St. Urban. Denn mit dem geplanten Neubau sollen die Infrastrukturprobleme des Wohnheims Sonnegarte für Menschen mit einer geistigen und mehrfachen Beeinträchtigung gelöst werden. Die engen Raumverhältnisse der Aussenwohngruppen, mit Mängeln behaftete sanitäre Anlagen und Einrichtungen, die der zunehmend betreuungs- und pflegeintensiveren Klientel keineswegs entsprechen, genügen den heutigen Standards für behindertengerechtes Wohnen nicht mehr.

Deshalb schrieb die Luzerner Psychiatrie als Auftraggeberin im vergangenen Juni einen Projektwettbewerb aus. Daraus ist «maigold» von der Arbeitsgemeinschaft der beiden Luzerner Architekten Schärli AG und Meyer Gadient AG als Sieger hervorgegangen. Für die Aussengestaltung ist die Freiraumarchitektur, ebenfalls aus Luzern, verantwortlich. Die Kosten – bei einer Genauigkeit von plus/minus 25 Prozent – belaufen sich auf 32,5 Millionen Franken.

Neubau grenzt an bestehendes Klinikareal

Ursprünglich kamen 13 Projekte ins zweistufige Ausscheidungsverfahren. In der Endausmarchung waren, neben dem Siegerprojekt, letztlich noch deren vier. «Maigold» besteht aus einer Komposition von zwei dreigeschossigen Gebäudeflügeln. Dort befinden sich die Wohngruppen. Die beiden Gebäude sind durch einen zweigeschossigen Zwischenbau zusammengefügt. Dieser bildet den zentralen Bereich mit Eingang, Foyer und einem Mehrzweckraum.

Der über dem Eingang auskragende Demenzgarten bietet für diese Bewohnergruppe einen grosszügigen Aufenthaltsbereich. Der zweigeschossige Atelierbau befindet sich als Einzelgebäude im Südosten des Grundstücks und bildet den räumlichen Abschluss der Gesamtanlage. Der Neubau grenzt an das bestehende Klinikareal St. Urban und führt während der Bauzeit zu keinerlei Einschränkungen beim laufenden Betrieb.

Mit der Siegerkomposition soll das Wohn- und Betreuungsangebot in St. Urban künftig an einem Standort – in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Klinikareal der Luzerner Psychiatrie – zusammengefasst werden. Aktuell läuft der Betrieb dezentral. Im Konventgebäude des ehemaligen Klosters sind drei Wohngruppen mit 20 Bewohnern untergebracht. Dort befinden sich auch die Heimleitung, das Sekretariat sowie der gesamte Atelierbereich. Dazu kommen die Häuser Jura- und Bergblick mit insgesamt 28 Bewohnern. An den drei Standorten ist das Wohnheim Sonnegarte eingemietet.

Mit dem Neubau wird die Anzahl der Plätze von 48 auf 64 erweitert. Dabei sollen auch die Intensivplätze von elf auf 20 ausgedehnt werden. Als neues Angebot sind auch «Kriseninterventionsplätze» vorgesehen. Und wichtig sei ebenfalls, dass die Mitarbeitenden zeitgemässe und optimale Arbeitsbedingungen erhielten, wurde gestern betont. Thomas Lemp, Geschäftsbereichsleiter HR und Wohnheim Sonnegarte, sprach von einem Neubau, «der Wohnhauscharakter ausstrahlt und unsere Vorstellungen in idealer Art und Weise erfüllt».

Dies sei umso wichtiger, da die Bewohner in der Regel nicht nur für einen Kurzaufenthalt, sondern für das ganze Leben kämen. Für Lemp bilden «das Projekt ‹maigold› und das Wohnheim Sonnegarte eine ideale Symbiose.» Regierungspräsident Guido Graf betonte, «dass der Neubau einem Bedürfnis entspricht. Menschen mit einer geistigen Behinderung sollen sich daheim fühlen.»

Als nächster Schritt wird das Wettbewerbsprojekt überarbeitet. Nach der Erstellung von Vor- und Bauprojekt und der Bewilligungsphase soll im November 2019 der Bau beginnen. Der Bezug ist für Juni 2022 geplant.

Hinweis
Bis am 3. März können die Wettbewerbsergebnisse in der Klosteranlage St. Urban besichtigt werden: jeweils Montag bis Freitag, 16 Uhr bis 20 Uhr und Samstag/Sonntag, 10 Uhr bis 12 Uhr.

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