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STAATSBESUCH: Luzern jubelt dem König zu

Der belgische König Philippe wurde gestern in Luzern empfangen. Der Monarch interessierte sich besonders für das duale Bildungssystem der Schweiz. Dieses konnte er gestern theoretisch und praktisch erleben.
König Philippe (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 23. Juni 2017)

König Philippe (Bild: Boris Bürgisser, Luzern, 23. Juni 2017)

Martina Odermatt
martina.odermatt@luzernerzeitung.ch

Wie es sich für einen Monarchen gehört, traf der belgische König Philippe gestern Mittag mit etwas Verspätung im Radisson Blu Hotel in Luzern ein. Schweizer Bildungsbeauftragte sowie Lehrlinge des Hotels informierten ihn und seine Delegation dort an diversen Stehtischen über das duale Bildungssystem. Die Belgier beschäftigte etwa die Frage, wie man leistungsschwächere Schüler in den Berufsmarkt integrieren kann. Oder wo die Schweizer Lehre im internationalen Vergleich steht.

Während Politiker und Seine Majestät diskutierten, wurden sie ausschliesslich von den Lehrlingen der Hotelkette Radisson Blu mit Häppchen bedient. Insgesamt waren für die hohen Gäste gestern 25 Lehrlinge im Einsatz: Sie haben gekocht, serviert und organisiert. Unter ihnen waren zum Beispiel Hotelfachfrau Evelin Spengler (20), KV-Lehrling Yannick Wedeking (18) und Koch Vicento Martinez (27). Diesen drei Lehrlingen kam eine besondere Ehre zuteil: Sie durften ein persönliches Gespräch mit dem König führen. Man könnte denken, bei so hohem Besuch seien die Lehrlinge nervös. Doch die Anspannung hielt sich bei ihnen davor in Grenzen: «Natürlich ist es etwas speziell, wenn man einen König bedient. Das passiert nicht alle Tage. Doch die Abläufe sind dieselben wie sonst auch», sagte Evelin Spengler. Sie würden einfach dasselbe machen, was sie die letzten drei Jahr in der Lehre gemacht hätten. Auch die intensiven Vorbereitungen hätten die Nervosität genommen: «Wir bekamen viele Informationen zu unserem Bildungssystem, zum König und zu Verhaltensregeln. Wir hatten genug Zeit, alle Infos durchzulesen.»

Warmer Empfang an der Berufsfachschule

Nach dem Mittagessen wurde der Monarch an der Berufsfachschule KV Luzern von zahlreichen Schülern erwartet. Sie hielten Flaggen von verschiedenen Ländern hoch, wedelten mit Fähnchen und drängten sich um jeden Platz mit Sicht auf den Ehrengast. Mit warmem Jubel wurde dieser dann empfangen. Der sonst eher als scheu geltende König Philippe liess sich sogar zu einem Schwätzchen mit einer Schülerin hinreissen. Danach ging es für den Monarchen in die Aula, wo die Rektorin der Schule, Esther Schönberger, den Gästen weitere Informationen zum Bildungssystem präsentierte. Abgerundet wurde der Aufenthalt seiner Majestät an der Schule schliesslich von einem Gespräch zu diesem Thema. Während eineinhalb Stunden antworteten Vertreter verschiedener Unternehmen auf die Fragen, für welche die Zeit am Mittag nicht mehr gereicht hatte. Erstaunt zeigte sich der König besonders darüber, dass sich Angebot und Nachfrage der Lehrstellen in etwa die Waage halten: «Das klingt wie ein Märchen. Wie macht ihr das bloss?» Rektorin Schönberger war zufrieden mit dem Anlass: «Ich hoffe, dass in Belgien jetzt etwas in Bewegung kommt. Der König zeigte sich jedenfalls sehr interessiert.»

Bild: Martina Odermatt, Luzern, 23. Juni 2017

Bild: Martina Odermatt, Luzern, 23. Juni 2017

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