STADION GERSAG: Stacheldraht: FC Luzern missachtet Verbot

Wie schon auf der Allmend, soll der Gästesektor im Gersag mit Stacheldraht eingezäunt werden. Der Verband hat gar keine Freude daran.

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GC-Fans kletterten bei der FCL-Heimpremiere im Stadion Gersag auf den Zaun. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

GC-Fans kletterten bei der FCL-Heimpremiere im Stadion Gersag auf den Zaun. (Bild Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Heute Donnerstag werden im Stadion Gersag die Sicherheitsmassnahmen verstärkt. Dazu gehören neben mehr Netzen auch ein Stacheldraht auf dem Zaun im Gästesektor.

Diese Massnahme ist äusserst umstritten, denn der Stadionkatalog der Swiss Football League verbietet Stacheldraht ausdrücklich. Dem ist sich auch der FC Luzern bewusst. Nur: «Manchmal muss man halt auch eigene Wege gehen, vor allem wenn Reglementstheorie und Realität weit auseinanderliegen», sagt Reto Mattmann, der Verantwortliche für den Stadionumbau.

Verband sucht das Gespräch
In erster Linie gehe es darum, die Sicherheit von Fans und Spieler zu gewährleisten, sagt Mattmann, und dafür eigne sich der Stacheldraht sehr gut. Christian Moroge, Präsident der SFL-Sportplatzkommission: «Wir wollen in Stadien, insbesondere in Gästesektoren kein Gefängnis-Image.» Sollte der Stacheldraht aber nur für wenige Spiele stehen, so wäre dies laut Moroge kein Problem.

Michael Graber

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung.