STADIONBAU: FCL muss wegen Bauverzögerungen bluten

Die Bauarbeiten auf der Luzerner Allmend verzögern sich – nun ist bereits von fünf Monaten die Rede. Besonders hart trifft es den FCL.

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David Zibung, Gerardo Seoane und Alain Wiss (v.l.) auf der Allmend-Baustelle in Luzern im Februar 2010. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

David Zibung, Gerardo Seoane und Alain Wiss (v.l.) auf der Allmend-Baustelle in Luzern im Februar 2010. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Weil das Grundwasser in der riesigen Baugrube für die Wohnhäuser, die Swissporarena und die Sportgebäude nicht – wie von Fachleuten geplant – abgesenkt werden kann, wurde der Bau der Swissporarena auf der Luzerner Allmend kurzzeitig eingestellt.

«Wir mussten schnell eine Lösung finden, sollten die Verzögerung und der daraus entstehende Schaden nicht noch grösser werden», sagt Stefan Wehner, Geschäftsführer der Halter Generalunternehmung. Nun müssen rund um die Baugrube Dichtungen, sogenannte Spundwände, gesetzt werden, welche nach dem Bau wieder entfernt werden. Die Eröffnung des Stadions ist neu auf Sommer 2011 geplant.

Stadt muss nicht bezahlen
Die Verzögerungen ziehen Kosten im einstelligen Millionenbereich nach sich. Wer dafür aufkommen muss, ist derzeit noch nicht klar. Grundsätzlich muss die Arbeitsgmeinschaft Halter/Eberli für den Schaden aufkommen. Der städtische Baudirektor Kurt Bieder hat am Rande der Medienkonferenz vom Freitag, 7. Mai, erklärt, die Stadt könne für die Kosten nicht belangt werden.

FCL mit Einbussen in Millionenhöhe
Besonders hart trifft es den FC Luzern. Er kann nicht wie geplant am 27. Februar 2011 im neuen Stadion starten. «Wir haben die Verzögerung mit grosser Bestürzung zur Kenntnis genommen», sagte Thomas Schönberger, CEO FC Luzern-Innerschweiz AG.

Der Bauverzug führe zu schweren finanziellen Einbussen von drei Millionen Franken, welche der FCL unmöglich selber tragen könne. Nun suche man mit allen Partnern nach Lösungen. Der FCL wird nun bis Sommer 2011 weiter im Gersag spielen. Die Gemeinde Emmen hat das Gesuch bewilligt, heisst es in einer Mitteilung. Sie seien «beste Werbung für die Sportstadt Emmen».

Luca Wolf/Neue LZ

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