STADIONGEFÄNGNIS: Wer zeuselt wird in Minizellen eingebuchtet

Auf der Luzerner Allmend können Chaoten künftig im stadioneigenen Gefängnis eingesperrt werden. In anderen Schweizer Stadien ist das heute bereits möglich.

Drucken
Teilen
So sehen die kleinen Zellen aus. (Bild M. Christen/Neue LZ)

So sehen die kleinen Zellen aus. (Bild M. Christen/Neue LZ)

Neben der Tür prangt der Schriftzug «Einvernahme», dahinter befindet sich ein karger Raum ohne Fenster. Fläche: Rund zwölf Quadratmeter. Möblierung: ein Tisch, ein paar Stühle. In zwei solchen Zellen kann der BSC Young Boys, ähnlich wie auch der FC Basel, Fussball-Chaoten festhalten und befragen, die sich daneben benommen haben.

Ruhe und Ordnung will auch der FC Luzern in seinem neuen Stadion, das im Februar 2011 eröffnet wird. Auf der Allmend geht man sogar noch einen Schritt weiter als in Bern: In die Swisspor-Arena wird ein Mini-Gefängnis mit vier Einzelzellen integriert. Diese sollen jeweils rund zehn Quadratmeter gross sein und ausser einer Sitzgelegenheit kein weiteres Mobiliar enthalten.

Wer im neuen Stadion zum Beispiel eine bengalische Fackel zündet, der muss damit rechnen, dass er eingesperrt und gebüsst wird.

Pascal Imbach

Den ausfrührlichen Artikel lesen Sie in der aktuelle Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag.