Stadt befürchtet höhere Defizite

Mit dem Investoren-Wettbewerb für die Industriestrasse hat die Stadt 460'000 Franken in den Sand gesetzt. Jetzt heisst es: zurück zum Start.

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Jubelnde Initianten am Sonntag nach Bekanntwerden des Abstimmungsresultates. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Jubelnde Initianten am Sonntag nach Bekanntwerden des Abstimmungsresultates. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Das Abstimmungsverdikt war klar: Drei Fünftel der Stadtluzerner lehnten den vom Stadtrat favorisierten Verkauf des Areals Industriestrasse an die Immobilienfirma Allreal ab. Entsprechend herrschte im Stadthaus am Montag spürbare Katerstimmung und Zurückhaltung. Unsere Fragen beantworteten Stadtpräsident und Finanzdirektor Stefan Roth sowie Baudirektorin Manuela Jost - sie übernimmt das Dossier von Vorgänger Kurt Bieder - schliesslich per E-Mail.

17,2 Millionen Franken hätte die Stadt durch den Verkauf des Industriestrasse-Areals an die Allreal eingenommen. Daraus wird nun nichts. Stattdessen muss die Stadt das Areal, wie von der siegreichen Volksinitiative gefordert, im Baurecht an eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft abgeben. «Diese 17,2 Millionen waren weder im Budget 2012 noch in der Gesamtplanung explizit eingeplant», liess Stefan Roth auf eine entsprechende Frage verlauten.

Bei den Siegern der Abstimmung herrschte nach dem grossen Erfolg vom Sonntag gestern Aufbruchstimmung. «Der neue Wettbewerb muss rasch aufgegleist werden», sagte Philipp Ambühl, Sprecher der IG Industriestrasse. Die Stadt müsse bei der Festlegung der Rahmenbedingungen drei Punkten besonders grosse Beachtung geben: Bezahlbarer Wohnraum, Raum für KMU und Büroraum sowie Kultur für alle.

Hugo Bischof

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen LZ und im E-Paper.