Stadt bewilligt Demonstration gegen «Sparwut»

Die von der Luzerner Kantonsregierung für die nächsten Jahre geplante Sparpolitik stösst auf den Widerstand der Betroffenen: Am Freitag übergaben die Personalverbände eine Petition mit 7450 Unterschriften, am Montag werden Schüler demonstrieren.

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Annamarie Bürkli, Präsidentin ALP und Beat Märchy, LKBL, bei der Petitionsübergabe vor dem Luzerner Regierungsgebäude. (Bild: PD)

Annamarie Bürkli, Präsidentin ALP und Beat Märchy, LKBL, bei der Petitionsübergabe vor dem Luzerner Regierungsgebäude. (Bild: PD)

Gemäss einem Communiqué rief das Komitee per Facebook zur Kundgebung auf. Die Veranstalter rechnen mit rund 200 Teilnehmern. Die Kundgebung beginnt um 8.45 Uhr am Schwanenplatz und führt über Kapellplatz – Rathausquai – Rathaussteg – Bahnhofstrasse zum Regierungsgebäude.

Dort gibt es eine Abschlusskundgebung. Je nach Anzahl der Teilnehmer kann es sein, dass Rathaussteg und Teile der Bahnhofstrasse für kurze Zeit gesperrt werden müssen. Die Kundgebung endet um 10.15 Uhr. Die Stadt Luzern machte den Veranstaltern die üblichen Auflagen.

Der Kantonsrat wird nächste Woche ein Sparpaket behandeln, das 2013 Einsparungen von 57,7 Millionen Franken und 2014 von 111,8 Millionen Franken vorsieht.Gespart wird vor allem beim Personal und der Bildung.

In diesem Zusammenhang wurden in Luzern und Sursee zwei Petitionen eingereicht:

Übergabe der Petition «Ruinöses Sparen zerstört»

Annamarie Bürkli, Präsidentin ALP und Beat Märchy, LKBL, bei der Petitionsübergabe vor dem Luzerner Regierungsgebäude. (Bild: PD)

Annamarie Bürkli, Präsidentin ALP und Beat Märchy, LKBL, bei der Petitionsübergabe vor dem Luzerner Regierungsgebäude. (Bild: PD)

Die Arbeitsgemeinschaft Luzerner Personalorganisationen (ALP) hat die Petition «Ruinöses Sparen zerstört» am Freitag, um 9 Uhr, beim Regierungsgebäude in Luzern dem Regierungsrat übergeben. Laut Mitteilung starteten die Initianten die Unterschriftensammlung bei der Manifestation vom 24. November auf dem Kornmarkt. Innerhalb von zwei Wochen unterzeichneten 7450 Luzernerinnen und Luzerner den Antrag.

Mit den geplanten Sparmassnahmen werde der Service public gefährdet, weil immer mehr qualifizierte Fachkräfte abwanderten und Personal fehle, teilte die ALP mit. Der Abbau von schulischen Leistungen schmälere die Berufschancen der Kinder und sei für den Bildungsstandort Luzern katastrophal.

Petition zur Erhaltung des BIZ in Sursee übergeben

(v.l.n.r.) Edith Mertens Senn, stv. Staatsschreiberin, Charly Freitag, Präsident RET-Sursee-Mittelland und Kantonsrat FDP, Priska Lorenz, Kantonsrätin SP, Ruth Balmer, Stadträtin Sursee, Andreas Hofer, Kantonsrat Grüne und Heidi Frey, Kantonsrätin CVP. (Bild: PD)

(v.l.n.r.) Edith Mertens Senn, stv. Staatsschreiberin, Charly Freitag, Präsident RET-Sursee-Mittelland und Kantonsrat FDP, Priska Lorenz, Kantonsrätin SP, Ruth Balmer, Stadträtin Sursee, Andreas Hofer, Kantonsrat Grüne und Heidi Frey, Kantonsrätin CVP. (Bild: PD)

In Sursee reichten Initianten eine Petition zur Erhaltung des Berufsberatungszentrums (BIZ) in Sursee ein. Total sammelten sie 3443 Unterschriften und übergaben diese der Staatskanzlei. Verantwortlich für die Aktion waren Mitglieder der RET Sursee-Mittelland, das Gewerbe Region Sursee, die Industrie- und Handelsvereinigung der Region Sursee, die Stadt Sursee, der Luzerner Lehrerinnen-und Lehrerverband und der Verband der Luzerner Berufsschullehrer und Berufsschullehrerinnen.

pd/sda/ks

Die Demonstration vom 24. November auf dem Kornmarkt in Luzern gegen die Sparmassnahmen des Kantons. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die Demonstration vom 24. November auf dem Kornmarkt in Luzern gegen die Sparmassnahmen des Kantons. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)